Ein Arzt hält mit Spässen alte Menschen jung

Der Mediziner Dietmar Max Burger tritt als Gesundheitsclown Massimo auf. An einem Vortrag in Romanshorn brachte er die Besucher auch zum Lachen.

Markus Bösch
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Arzt Dietmar Max Burger. (Bild: Markus Bösch)

Arzt Dietmar Max Burger. (Bild: Markus Bösch)

ROMANSHORN. Er sieht sich als Brückenbildner, als «Öffner von Scheunentoren», der den alten Menschen zeigt, dass das Leben als Ernte verstanden werden will: Der deutsche Arzt und Psychotherapeut Dietmar Max Burger ist seit neun Jahren sogenannter Gesundheitsclown. «Wenn ich im geriatrischen Spital, im Spitex-Tagesheim St. Gallen oder in einem Pflegeheim auftrete, bin ich Moderator und sehe ich mich als Mensch, der die Ressourcen der alten Menschen wecken möchte.» Er richte sich nach der Logotherapie von Viktor Frankl, die sage, dass es «Sinn im Leben gibt trotz Leid(en)».

Auf Einladung der Kommission Altersfragen erzählte er im Haus Holzenstein in Romanshorn 55 Personen, die in der Altersarbeit tätig sind, von seinen Erlebnissen.

Er komme in verschiedenen Rollen, als Koch, Waldarbeiter, als Soldat, und immer schaue er darauf, was die alten Menschen trotz ihrem Alter und ihren Gebrechen noch tun könnten, sagte Burger. Er wolle ihre Selbstheilungskräfte aktivieren, ihre Vitalität fördern und Ressourcen wecken. «Sinnerfüllt im Alter leben, heisst, im Zurückschauen zu merken, dass man gute Spuren hinterlassen hat.» Vielleicht bedeute es auch, jetzt zu vergeben, zu bereinigen. «Und wenn es auch im Alter noch Aufgaben und Ziele gibt, hält das richtiggehend am Leben», ist Massimo überzeugt.

Neben seiner Tätigkeit als Gesundheitsclown ist Burger auch im Humorcafé St. Gallen und an den Abenden «für Humor und Freude» in der St. Galler Kirche Rotmonten anzutreffen.