Ein anderes Bett für den Bach

ARBON/STEINACH. Arbon und Steinach haben ein Vorprojekt gestartet mit dem Ziel, den Hochwasserschutz im Bereich der Aach zu verbessern.

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Die Aachmündung in den Bodensee. Der Bach bildet die Grenze zwischen Arbon (im Hintergrund) und Steinach. (Bild: Max Eichenberger)

Die Aachmündung in den Bodensee. Der Bach bildet die Grenze zwischen Arbon (im Hintergrund) und Steinach. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON/STEINACH. Überflutungsgebiete ausserhalb des Siedlungsgebiets sind wichtig für den Rückhalt oder als zusätzliche Ablaufkorridore im Fall von Hochwasser. Um zu verhindern, dass überschwemmungsgefährdete Gebiete und Flächen eingezont werden, haben die Stadt Arbon und die Gemeinde Steinach unter der fachlichen Begleitung der Kantone Thurgau und St. Gallen ein Vorprojekt «AachPlus Generelles Projekt Hochwasser» initiiert. Die Arbeiten werden noch in diesem Monat aufgenommen und dauern bis zum Sommer 2014, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Arbon.

Als wichtige Grundlage existieren mittlerweile für die verschiedenen Gemeinden Gefahrenkarten. Diese zeigen detailliert auf, welche Gebiete durch Hochwasser und Rutschung in welchem Masse bedroht sind.

Wenig konkrete Aussagen

Die Gefahrenkarte macht deutlich, dass bei einem Hochwasser grosse Bereiche des Siedlungsgebiets im Bereich Aach/Salbach/Bergerbach überflutet würden. Es werden jedoch nur wenig konkrete Aussagen zu Massnahmen formuliert. Diese sind jedoch für die gefährdeten Gebiete für eine weitere Planung zwingend zu definieren.

Das Vorprojekt soll Möglichkeiten aufzeigen, wie der Hochwasserschutz sichergestellt respektive verbessert werden kann. Es ist zu untersuchen, wie ein Bach-Gerinneausbau unter Berücksichtigung der heute bestehenden Rückhalteräume im Oberlauf zu erfolgen hat beziehungsweise was für ein Bach-Gerinneausbau bei einer Aufhebung oder möglichen Erweiterung dieser Retentionen zu erfolgen hätte.

Unter einem Gerinneausbau versteht man die Anpassung des vorhandenen Bachraums zur Aufnahme von Oberflächenwasser respektive die Umleitung von zu viel Oberflächenwasser in weniger sensibles Landwirtschaftsland.

Entscheid in einem Jahr

Aus den verschiedenen Lösungsvarianten soll den betroffenen Gemeinden gemäss Mitteilung der Stadt Arbon voraussichtlich im Sommer/Herbst 2014 ein Vorschlag inklusive Kosten und Verteilschlüssel zur Beschlussfassung vorgelegt werden können. (mtk/red.)