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Ein Abstecher ins Mittelalter

«Kaspar und die verschwundene Riechkugel» erzählt die Geschichte eines Jungen während des Konzils. Im Seemuseum gibt es eine Ausstellung dazu.
Nicole D'orazio
Chris Inken Soppa und Ralf Staiger packen die Figuren der Hauptcharaktere Kaspar und Els für die Ausstellung im Seemuseum aus. (Bild: Andrea Stalder)

Chris Inken Soppa und Ralf Staiger packen die Figuren der Hauptcharaktere Kaspar und Els für die Ausstellung im Seemuseum aus. (Bild: Andrea Stalder)

KREUZLINGEN. Heisse Milch mit Zwiebeln gegen Schnupfen, warmes Bier oder Fichtennadel-Bäder: Im Mittelalter wurden Erkältungen noch etwas anders kuriert. Kaspar, die Hauptfigur in «Kaspar und die verschwundene Riechkugel», lebt während des Konzils 1414 in Konstanz. Der 13-Jährige ist begeisterter Zauberer. Doch er muss eine Lehre als Tuchhändler anfangen und seine Familie verlassen. Eines Tages wird er von einem reichen Kaufmann eingeladen, bei dessen Festmahl zu zaubern. Er lässt eine teure Riechkugel verschwinden. Da diese nicht mehr auftaucht, wird er als Dieb verdächtigt. Er flieht kreuz und quer durch Konstanz und versucht, den wahren Dieb zu finden.

In sieben Monaten geschrieben

«Kaspar und die verschwundene Riechkugel» ist ein Kinderbuch. Chris Inken Soppa hat es geschrieben und Ralf Staiger illustriert. Ab kommendem Sonntag, 19. Juni, ist dazu im Kreuzlinger Seemuseum eine Ausstellung zu sehen. «Ich habe das Buch aus Anlass des Konziljubiläums geschrieben», erzählt die Konstanzerin. Im November 2014 hat sie damit angefangen und war nach sieben Monaten fertig. «Ich habe mich voll ins Thema reingehängt, habe in den Archiven gestöbert, um die Schilderungen möglichst genau wiedergeben zu können.» Die Hauptfigur erzähle, wie er als Konstanzer Bürger das Konzil erlebe. «Er begegnet auch immer wieder bekannten Personen von damals wie zum Beispiel Lutfried Muntprat, dem damals reichsten Schwaben, der auch mit König Sigismund unterwegs war.»

Zu sehen sind in der Ausstellung rund 50 Originalzeichnungen von Ralf Staiger. Die drei Hauptcharaktere hat er zudem als kleine Figuren modelliert. «Die Arbeit hat mir grossen Spass gemacht», sagt der Grafikdesigner aus Konstanz. «Wir hoffen, die Besucher nun für das Mittelalter begeistern zu können.»

Eine Kugel für Kräuter

Und wer nicht weiss, was eine Riechkugel ist, im Museum ist eine ausgestellt. «In der Kugel hat man Kräuter um den Hals getragen, um schlechte Gerüche zu kaschieren», erklärt Soppa.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 19. Juni, um 14 Uhr eröffnet. Sie ist bis am 2. Oktober im Seemuseum in Kreuzlingen zu sehen.

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