Eierhof für Agro-Preis nominiert

HAUPTWIL. Glückliche Wachteln und glückliche Produzenten: Martin und Susanne Rusch vom Eierhof Hauptwil präsentieren an den Olma Messen in St. Gallen ihre Wachtelzucht. Das verdanken sie ihren Innovation und der artgerechten Tierhaltung.

Rudolf Käser
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Landwirt Martin Rusch zeigt Wachtel-Küken, die soeben aus dem Ei geschlüpft sind. (Bild: Rudolf Käser)

Landwirt Martin Rusch zeigt Wachtel-Küken, die soeben aus dem Ei geschlüpft sind. (Bild: Rudolf Käser)

Martin Rusch begann 1998 mit der Wachtelzucht. Heute hält er rund 10 000 Japanische Legewachteln. Sein Innovationsgeist hat sich nun auch bei der Schweizerischen Landwirtschaft bemerkbar gemacht: Am 22. Oktober findet an der Olma in St. Gallen die Präsentation der vier verbliebenen Bewerber und die Preisverleihung statt.

Gegen Käfighaltung

Der Eierhof im Schlatt in Hauptwil wurde zu einem vielseitigen Betrieb entwickelt. Doch die Japanischen Legewachteln nehmen für Martin Rusch einen ganz wichtigen Platz ein. Neben der Freude an den Wachteln habe ihn ein Grund speziell bewogen, auf diese Tierhaltung zu setzen: «Ich konnte es nicht ertragen, dass die Käfighaltung für diese Tiere noch so stark verbreitet war. Und es waren kaum Bestrebungen erkennbar, die diesen Zustand beenden sollten.»

Wachtel als wildes Tier

Das wollte Martin Rusch ändern, und er begann auf Wachteln in Volierehaltung zu setzen. «Wir freuen uns, dass wir damit die Käfighaltung abgelöst haben.» Sein Gesicht wird sofort ernst, wenn jemand in seinem Stall von Käfig- und nicht von Volierehaltung spricht. Er ist von dieser Art der Haltung überzeugt. «Die Wachtel ist ein Wildtier, das normalerweise in freier Wildbahn lebt», erklärt er.

Stall auf zwei Etagen

Der gelernte Zimmermann begann zuerst, eine Voliere zu erstellen. Doch dabei blieb es nicht. Er habe getüftelt und die Sache immer weiterentwickelt. Heute führt er in einem neuen Stall auf zwei Etagen die Aufzucht mit einem eigenen entwickelten Konzept und System.

Die Entwicklungen hätten zu immer neuen Erfindungen geführt, so beispielsweise bei der Fütterung, der Mistentsorgung, der Eier-Sammlung bis zur Verpackung. Allerdings habe er für die ganzen Entwicklungen auch viel Geld investieren müssen. «Es war und ist immer ein Spagat zwischen artgerechter Haltung und Ertrag.» Allerdings wolle er sich nicht beklagen, da das Geschäft ganz gut gehe. Neben zu Grossverteilern in der Schweiz würden seine Produkte zu einem beträchtlichen Anteil in den EU-Raum gehen.

Projekt mit Herzblut

Mit viel Aufwand haben sich Martin und Susanne Rusch nun für den Agro-Preis beworben. Der grosse Tag findet am Samstag, 22. Oktober, statt, wenn sich die ganze Familie – unter anderem mit einer Power-Point-Präsentation ihrer Wachtelzucht – an den Olma Messen in St. Gallen präsentiert. «Wir freuen uns auf diesen Tag. Denn in diesem Projekt steckt viel eigenes Herzblut», hält Martin Rusch fest.

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