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EHRE: Premiere: Romanshorner Lokal wird erstes ausländisches Mitglied des Clubs der Wiener Kaffeehausbesitzer

Das vor einem Jahr eröffnete Lokal von Norbert und Tatjana Mahr gehört seit kurzem dem Club der Wiener Kaffeehausbesitzer an. Als erstes Mitglied ausserhalb Österreichs.
Markus Schoch
Norbert und Tatjana Mahr präsentieren die Urkunde der Kaffeehaus-Vereinigung in Wien. (Bild: Donato Caspari)

Norbert und Tatjana Mahr präsentieren die Urkunde der Kaffeehaus-Vereinigung in Wien. (Bild: Donato Caspari)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

«Ein Besuch im Franzl ist fast wie ein Besuch im Kaffeehaus in Wien», schreibt Remo N. auf der Touristikwebsite Tripadvisor. Ähnlich sieht es Vanilli29 aus Felben-Wellhausen. «Ich als Wiener fühle mich wie daheim.»

Restlos überzeugt hat das Angebot auch die Verantwortlichen des Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer. Sie haben das «Franzl» kürzlich in ihre Reihen aufgenommen. «Das ist eine grosse Ehre für uns», sagt Tatjana Mahr. «Wir haben uns wahnsinnig gefreut. Umso mehr, als wir die ersten ausserhalb Österreichs sind, die diesem elitären Zirkel angehören.» Dabei seien rund 150 Betriebe, beispielsweise das Cafe Sacher, das Cafe Landtmann oder das Cafe Schwarzenberg. «Mit ihnen in einer Linie zu stehen, macht uns stolz.» Die Mitgliedschaft sei aber auch eine grosse Verpflichtung. «Denn die Wiener Kaffeehauskultur ist seit 2011 Teil des immatriellen Weltkulturerbes der Unesco, das es zu bewahren gilt.»

Sie legen viel Wert auf Authenzität

Die Aufnahmekriterien zu erfüllen, war für das Wirte-Ehepaar nicht allzu schwer. «Wir haben von Anfang an auf Authentizität viel Wert gelegt», sagt Tatjana Mahr. Das Angebot an Speisen und Getränken etwa sei typisch für die Wiener Kaffeehäuser. «Wir führen auch viele österreichische Produkte und Zeitschriften.» Es habe «prinzipiell gepasst, aber wir brauchten sicher auch ein Quentchen Glück».

Am so genannten Kaffeesiederball am 18. Januar in der Wiener Hofburg mit rund 2500 Besuchern seien sie offiziell im erlauchten Kreis willkommen geheissen worden.

Mit dem ersten Geschäftsjahr seien sie zufrieden. «Vor allem im Winter lief es sehr sehr gut.» Sie hätten auch viele Gäste aus Deutschland, die entweder mit der Fähre nach Romanshorn kämen oder mit dem Velo unterwegs seien. Der See sei kein Standortnachteil, sondern ein Vorteil. «Wir können damit punkten.»

Dass die Stadt die Alleestrasse ein Stück weit auch zum Lebensraum machen will und bereits erste Schritte in diese Richtung gemacht hat, sei sehr zu begrüssen. Sie hätten im Sommer Tische und Stühle raus gestellt – mit Erfolg. Am liebsten wäre ihnen ein Holzrost, der vor ihrem Kaffee fix installiert würde und den Gästen in der warmen Jahreszeit zur Verfügung stände, sagt Tatjana Mahr. «Wir sind deswegen mit den Verantwortlichen bei der Gemeinde in Kontakt.»

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