Eher dem Zufall geschuldet

Fünf Wasserleitungsbrüche auf Berger Gemeindegebiet hielten die Unterhaltsequipen auf Trab. Kein Grund zur Panik, beruhigt Gemeindeammann und Wasserpräsident Max Buri.

Urs Brüschweiler
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Berg. Den Anfang machte die alte Transportleitung in der Hauptstrasse von Berg nach Birwinken am Sonntag, dem 5. Juli. Die Strasse wird unterspült, das Wasser muss abgestellt werden, die Feuerwehr leitet den Verkehr um. Am 15. August, einem Samstag, erwischt es dann die Leitung eines Mehrfamilienhauses in der Nähe der Landi Berg. Wasser dringt in die Keller. Die Anschlussleitung muss ersetzt werden.

Ein Haarnadelriss in der Hauptleitung der Bergerstrasse in Mauren beim Restaurant Ochsen führt am Nachmittag des 19. August zu einem Wasseraustritt. Am selben Tag müssen in Mauren noch zwei weitere Leitungen notfallmässig repariert werden.

Versorgung 100 Jahre alt

«So viel wie nun in zwei Monaten passiert ist, geschieht normalerweise in einem Jahr», sagt Gemeindeammann und Chef der Technischen Betriebe Max Buri.

Allerdings sei dies wohl eher dem Zufall geschuldet, die Berger Leitungen seien nicht schlechter als andere. Die Vorfälle lägen daher im Bereich des normalen Unterhalts. «Unsere Wasserversorgung ist schon über 100 Jahre alt, die ältesten Leitungen zwischen 50 und 80 Jahre.» Mit den alten Gussleitungen habe man aber am wenigsten Probleme. Die vor 20 bis 30 Jahren eingesetzten Duktilgussleitungen seien da schon anfälliger. Heute verwende man Kunststoff. Der solle ewig halten, werde versprochen, so Buri.

Jedes Wasserleitungsnetz, so auch dasjenige von Berg, unterliege einer ständigen Erneuerung. Als die Hauptstrasse neu gemacht wurde, wurden dort alle Leitungen überprüft und ersetzt. Auch die Leitung nach Illighausen habe man im Zuge des Radwegbaus kürzlich neu gemacht. Wenn man eine schöne Strasse aufreissen müsse, für den Leitungsunterhalt, sei das natürlich schade. Bei alten Strassen falle das leichter.

Wenn solche Rohrbrüche passieren, so fördert das immerhin das Verständnis der Stimmbürger, solchen Erneuerungsprojekten zuzustimmen. Wenn nie etwas passiert, könnte man ja meinen, die Leitungsarbeiten kosten nur Geld und seien nicht nötig.

Besonders lobenswert

Natürlich seien solche Ereignisse ärgerlich und es koste auch immer ein paar tausend Franken, die man sicher besser an einem anderen Ort investieren könnte, so Buri.

Da die Vorfälle gehäuft an Wochenenden oder Abendstunden passierten, seien für ihn die schnellen Einsätze des Pikettdienstes der Wasserversorgung und des Strassenunterhaltes besonders lobenswert.

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