Ehemann übernahm OK-Zepter

Nach dreijähriger Pause lebt das Frühjahrsspringen am Bodensee wieder auf. An zwei Wochenenden messen sich Pferd und Reiter an 24 Prüfungen.

Daniela Ebinger
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Sascha Stauffer aus Sulgen absolviert die Hauptprüfung. (Bild: Daniela Ebinger)

Sascha Stauffer aus Sulgen absolviert die Hauptprüfung. (Bild: Daniela Ebinger)

HORN. Nach drei Jahren Unterbruch findet auf dem Pensions-, Ausbildungs- und Handelsstall Josuran das Frühjahrsspringen am Bodensee wieder statt.

Doch die Sonnenschirme und Festzelte dienen bei der Hauptprüfung mit einer Sprunghöhe von 140 Zentimetern nicht dazu, die Hitze fernzuhalten, sondern schützen die Zuschauer vor dem strömenden Regen. Bis kurz davor konnten die Prüfungen unter trockenen Bedingungen durchgeführt werden.

Martin Fuchs siegt auf Clair

Parcoursbauer Hans Zbinden und Roland Moos stellen mit ihrem Helferteam für die Hauptprüfung elf Hindernisse für die regionalen und nationalen Reiter auf. «Der Parcours ist für alle Reiter gut zu meistern», sagt Zbinden. Sie haben bei der Ausarbeitung auf eine harmonische Linienführung geachtet. Sie sind überzeugt, dass auch die lokalen Matadore wie Martin Fuchs, Paul Estermann, Theo und Werner Muff dies bevorzugen.

«Die Herausforderung wird bestimmt bei den langen Linien sein, um die Versammlung der Pferde nicht zu verlieren», sagt Moos. Den Sieg konnte sich Martin Fuchs auf Clair sichern.

Am vergangenen sowie am kommenden Wochenende zeigen Pferd und Reiter an 24 Prüfungen ihre Leistung. Rund 1200 Starts sind gemeldet. «Für das kommende Wochenende haben wir für einige Prüfungen noch vereinzelte Plätze frei», sagt Nicole Josuran.

Über 80 Freiwillige helfen mit

Über 20 Jahre führte die Geschäftsinhaberin der Josuran AG den Anlass durch. Neu amtiert ihr Ehemann Patrik Josuran als OK-Präsident. «Ich springe nun ein, wo Not am Mann ist», sagt Nicole Josuran und ist froh, die Federführung abgegeben zu haben. Ihr Ehemann dürfe auf ein gutes Helferteam mit rund 80 Personen und ein sechsköpfiges OK-Team zählen. «Es ist nicht selbstverständlich, dass sich so viele freiwillige Helfer zur Verfügung stellen», weiss Nicole Josuran aus eigener Erfahrung.

Im vergangenen Herbst entschlossen sie sich, den Anlass wieder aufleben zu lassen. Zu Beginn waren sie sich nicht sicher, ob sie genügend Sponsoren zusammenbringen.

«Wir sind froh, dass mit grossen Bemühungen doch noch alles klappte», sagt Nicole Josuran. So ein Anlass funktioniere nur, wenn genügend Sponsorengelder fliessen.

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