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EGNACH: «Viel Geld hend’s au»

Premiere des Kulturklubs Wanderbühne: Eine Stuhl-Gant, Paella à la Viktor und Klangimprovisationen der Appenzeller Space Schöttl lockten zahlreiche Besucher auf den Hof der Holzers.
Trudi Krieg
Die Gäste konnten im Weiler Balgen unter freiem Himmel restaurierte Stühle ersteigern. (Bild: Trudi Krieg)

Die Gäste konnten im Weiler Balgen unter freiem Himmel restaurierte Stühle ersteigern. (Bild: Trudi Krieg)

Seit Wochen restaurierten Christina und Walter Holzer alte Stühle. Auf ihrem Hof im Egnacher Weiler Balgen wurde geschliffen, poliert, gemalt und gepolstert. Nun, an der Gant am vergangenen Wochenende, standen sie alle da und wurden bestaunt: Ein geflochtener Schaukelstuhl, Holzstühle originell bemalt, gepolstert und mit Gobelinstickerei, mit Edelweiss und Chüelimotiv, ein Jagdstuhl, ein Barbie-Stuhl, ein Filmstuhl mit einem Porträt von Audrey Hepburn und Popcorn unter dem Sitz und, und, und…

Die Ideen entstanden im «Rossini»

Viktor Gschwend erklärte bei der Begrüssung die Anfänge des Kulturklubs Wanderbühne, der hinter dem Anlass steht. Bei Gesprächen über Kultur mit Christina Holzer seien im Restaurant Rossini Ideen und Konzepte entstanden. Man habe Alfi Bissegger dazugewinnen können, der sich mit elektronischen Medien und Finanzen auskenne. Der neue Kulturklub wolle einheimischen und regionalen Künstlern an wechselnden Lokalitäten eine Plattform bieten. Die Stühle, welche an der Premiere ersteigert würden, versähe man mit Namen und würden an die weiteren Anlässe mitgenommen.

Der bekannte Gantrufer Alois Wyss freute sich über das Weltklassepublikum in Egnach. Zahnärzte, Rösseler, ein Öpfelkönig, «en Chef vome Chääslade» und ein Bankleiter seien mit dabei. Also müsse Kultur, Niveau und auch viel Geld da sein. Dieses versuchte er mit lockerem Mundwerk den Leuten aus der Tasche zu ziehen. «Du wotsch doch wieder gwählt werde» oder «Sones Salär, und chasch nid emol en Stuehl chaufe». Soll man sich blamieren lassen, Humor haben oder den Hunderter aufrunden für einen guten Zweck?

Viktor Gschwend hatte im Hintergrund seine feine, reichhaltige Paella zubereitet. Als Tafelkonzert spielten die Appenzeller Space Schöttl. Virtuos improvisierte Töbi Tobler auf dem Hackbrett und Ficht Tanner auf der Bassgeige. Mit Mimik, Gestik und vokalisch fein aufeinander abgestimmt, liessen sie Melodien entstehen und verblassen wie von selber, meisterhaft.

Trudi Krieg

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Nächster Anlass des Kulturklubs Wanderbühne: 21. November, Zigerlihütte bei der ehemaligen Mosterei, Lesung von Krimiautor Ulrich Knellwolf.

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