EGNACH: Überschuss ohne Steuererhöhung

Der Gemeinderat rechnet für 2018 mit einem Plus von 76100 Franken. Das trotz hoher Investitionen vor allem in die neue Sporthalle.

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Der Egnacher Gemeinderat hat für 2018 ein Budget mit einem kleinen Ertragsüberschuss ausgearbeitet. Die Nettoinvestitionen sind mit 8,8 Mio. Franken hoch angesetzt. Allein 5 Mio. sollen in den Bau der Sporthalle fliessen. Gemäss dem langfristigen Investitions- und Finanzplan können die anstehenden Investitionen bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 57 Prozent bewältigt werden.

Der budgetierte Ertragsüberschuss von 76100 Franken ist für den Gemeinderat erfreulich, liege er doch im Rahmen der langfristigen Finanzplanung. Mit dem Budget und der Finanzplanung 2019 bis 2022 zeige sich, dass der Steuerfuss langfristig und nachhaltig gehalten werden könne. Trotz hoher Investitionen sei die Finanzierung der Abschreibungen und Zinsen sichergestellt. Wieder hat der Gemeinderat Richtlinien für das Budget erarbeitet und diese im Frühjahr genehmigt. Damit ist er unmittelbar nach Rechnungsgenehmigung über die Bücher gegangen. Kommunale Finanzpolitik werde so zum rollenden Geschäft, heisst es in einer Mitteilung.

Ausgabenpolitik mass- und verantwortungsvoll

Die anspruchsvollen Ziele konnten nicht alle eingehalten werden, weil die Investitionen höher ausgefallen sind als erwartet. Das Wachstum der durch die Gemeinde beeinflussbaren Sach- und Personalaufwände liegt im Rahmen der Vorgaben. Der Gemeinderat hält sich im Allgemeinen an eine mass- und verantwortungsvolle Ausgabenpolitik. Überdurchschnittliche Steigerungen gilt es vor allem in nicht beeinflussbaren Bereichen wie öffentlicher Verkehr, Prämienverbilligungen oder Beiträge zu bewältigen. Erfreulich sei der Rückgang von Ausgaben in der Sozialhilfe nach Rekordjahren 2016 und 2017.

Ein Stellenbedarf ist ausgewiesen und richte sich vor allem nach den Aufgaben, die Bund und Kanton den Gemeinden zuweisen. So entstehen laut Aussage des Gemeinderats Planungsaufgaben durch den neuen Richtplan, das Raumplanungsgesetz und die genehmigte Energiestrategie 2050. Aufgrund der hohen Nettoinvestitionen in die Sporthalle soll ferner eine Konsolidierung stattfinden, damit der Selbstfinanzierungsgrad stabilisiert werden kann. Denn mit der Sanierung des Gemeindehauses sei eine weitere wichtige Aufgabe zu bewältigen. Das denkmal­geschützte Gebäude bedürfe einer Sanierung im Umfang von 2,9 Mio. Franken. Dies wird in der entsprechenden Botschaft begründet. Zudem ist eine Orientierungsversammlung auf den 27. November geplant.

Dank hoher Reserven und einem ausgeglichenen Budget bei der Erfolgsrechnung auch in den kommenden Jahren sieht der Gemeinderat optimistisch in die Zukunft. Er ist gewillt und erachtet es als seine Aufgabe, die bestehende Infrastruktur sachgerecht zu unterhalten.

Hinweis

Gemeindeversammlung am Donnerstag, den 7. Dezember, in der Rietzelghalle.