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EGNACH: Sie nutzt Energie von oben und unten

Marlen Kuhn wohnt in einem der ältesten Gebäude der Gemeinde und ist die erste Trägerin des kommunalen Energiepreises. Sie hat eine Fotovoltaikanlage aufs Scheunendach montieren lassen und die Ölheizung durch eine Erdwärmepumpe ersetzt.
Markus Schoch
Gemeindepräsident Stephan Tobler und Energiekommissionspräsident Luzi Tanner übergeben Marlen Kuhn den Preis. (Bild: Reto Martin)

Gemeindepräsident Stephan Tobler und Energiekommissionspräsident Luzi Tanner übergeben Marlen Kuhn den Preis. (Bild: Reto Martin)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Marlen Kuhn ist eine Frau, an der sich andere in der weitläufigen Gemeinde ein Beispiel nehmen sollen. Sie hat in den letzten Jahren diverse Massnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch beziehungsweise den Ausstoss von Kohlendioxid zu senken. Dafür erhält sie den mit 1000 Franken dotierten Energiepreis, den Egnach dieses Jahr zum ersten Mal vergibt. «Es geht uns darum, die Bevölkerung zu sensibiliseren und zu motivieren», sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler gestern bei der Übergabe der Urkunde. Die vom Schweizer Volk gutgeheissene Energiestrategie 2050 werde nur dann Wirklichkeit, wenn alle ihren Beitrag leisten würden. So wie das Marlen Kuhn tue.

Strom vom Dach für Haus und Stall

Sie habe die Jury durch die besonderen Anstrengungen überzeugt, die sie unternommen habe, sagte Tobler. Kuhn habe 2013 eine Fotovoltaikanlage mit 24,225 kWp aufs Dach ihrer Scheune im Weiler Langgreut montieren lassen, die nicht mit Geldern aus dem Topf der kostendeckenden Einspeisevergütung (Kev) finanziert wurde. Mit dem produzierten Strom deckt sie den Bedarf in Stall und Haus, das 1698 erbaut wurde und den zu ältesten Gebäude in der Gemeinde zählt. Der Überschuss geht an die Elektra Egnach. Doch das ist nicht alles: 2015 hat Kuhn auch die Ölheizung durch eine Erdwärmepumpe ersetzt. «Das ist für ein denkmalgeschützes Gebäude eine besondere Herausforderung, sagte Tobler. Und genau das, was sich die Gemeinde wünscht. Von den 1356 Wohnhäusern in Egnach haben noch immer 450 eine Ölheizung. «Unser Ziel ist es, die Zahl in den nächsten Jahren massiv zu reduzieren», erklärte Tobler. Kuhn fährt ausserdem seit drei Jahren ein Auto mit Hybridantrieb. Das Wasser für Garten, Rasen und Stall nimmt sie aus dem Sodbrunnen auf ihrem Grundstück. «Das alles sind ausserordentlich gute Leistungen», sagte Tobler.

Sie freue sich sehr über die Auszeichnung, meinte Kuhn. Sie habe klein angefangen. In der Zwischenzeit sei sie Feuer und Flamme und überlege sich, was sie noch tun könnte, um die Umweltbelastung zu reduzieren.

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