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EGNACH: Sie hat mit dem Kochlöffel Grosses vor

Von der «Seelust» nach Abu Dhabi: Evelyne Tanner steckt mitten in den Vorbereitungen für die Berufsweltmeisterschaft im Oktober. Im Training geht die Köchin bis an ihre Grenzen. Mehr sei nicht möglich, sagt die 21-Jährige.
Maria Keller
Bild: PD

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Maria Keller

maria.keller@thurgauerzeitung

.ch

Seit einem halben Jahr trainiert Evelyne Tanner nun schon für die Berufsweltmeisterschaft in Abu Dhabi. Dort wird die Egnacherin ein mehrgängiges Menu nach bestimmten Vorgaben kochen und dabei von der Jury mit Argusaugen beobachtet werden. Mit dem Gewinn der nationalen Berufsmeisterschaft qualifizierte sie sich für den Wettbewerb. Nun hofft sie, auch international erfolgreich zu sein. Dafür trainiert sie wie wild und ohne Unterbruch.

Die World-Skills finden vom 14.bis 19. Oktober in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Dort treten insgesamt über 1300 junge Teil- nehmende aus 77 verschiedenen Nationen an. Die Schweiz ist mit einem 38-köpfigen Team vertreten. Die Teilnehmer kämpfen alle individuell auf ihrem Berufsfeld um den Meistertitel. Von A wie Automatiker bis Z wie Zimmermann sind fast alle Berufe dabei.

«Zu einer guten Köchin gehört vieles»

Evelyne Tanner tritt gegen 41 Köche aus aller Welt an. Ihre Lehre absolvierte sie im Gasthof Seelust in Egnach. Zu einer guten Köchin gehöre für sie vieles. Neben dem perfekten Geschmack eines Gerichts seien Schnelligkeit, Organisation und Kreativität mindestens genauso wichtig, sagt Tanner. «Neue Kreationen werden gerne gesehen.» Für den Wettbewerb im Oktober habe sie aber bestimmte Vorgaben. Das Gericht dürfe keinen Alkohol oder kein Schweinefleisch enthalten und müsse nach religiösen Speisevorschriften zubereitet werden. Um optimal auf den Wett- bewerb vorbereitet zu sein, absolvierte Tanner zahlreiche Auslandspraktika, unter anderem in Abu Dhabi und Helsinki. Von überall habe sie etwas mitgenommen, was ihr hoffentlich bei der Meisterschaft zu einem guten Ergebnis verhelfen werde. Zurzeit trainiert sie in St. Gallen. Die nötigen Vorgaben für den Wettbewerb habe sie, jetzt gehe es darum, wie wild zu üben, bis das Maximum an Schnelligkeit und Perfektion erreicht sei. Sie sei optimistisch, denn mehr Training als sie jetzt absolviere, sei überhaupt nicht möglich.

Persönlich bevorzugt Tanner einfache Gerichte. Ihre eigenen Speisen könne sie nach dem vielen Probieren und Experimentieren selbst nicht mehr sehen, sagt sie lachend. Ein gemeinsames Raclette oder Fondue mit ihrer Familie würde ihren Ansprüchen vollkommen genügen. Schliesslich sei es das Wichtigste, das Essen entspannt geniessen zu können.

Für die Zeit nach der Weltmeisterschaft habe sie bisher noch keine konkreten Pläne, sagt Tanner. Sicher sei, dass sie ihrer Leidenschaft treu bleibe und auf irgendeine Art auf dem bisherigen Weg weitermachen werde. Vorerst hofft die Egnacherin jetzt darauf, bei ihrer Rückreise aus Abu Dhabi einen Preis im Gepäck zu haben.

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