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EGNACH: Schimmel und defekte Ziegel

Das Dach von Schloss Luxburg ist in sehr schlechtem Zustand. Die Reparaturarbeiten sind in vollem Gange. Gemeinde und Kanton beteiligen sich mit über 90'000 Franken an den Kosten.
Tanja von Arx
Schlösschen am See: Die Luxburg in Egnach steht seit Jahren leer. (Bild: Reto Martin)

Schlösschen am See: Die Luxburg in Egnach steht seit Jahren leer. (Bild: Reto Martin)

EGNACH. Sie altert, und nicht nur die Anwohner befürchten, sie könnte schon in Bälde zerfallen. Was schade wäre um die Luxburg. Denn das Schlösschen in Egnach nahe dem See gehört zu den ältesten Kulturschätzen im Kanton (siehe Kasten).

So weit soll es nicht kommen, sagte der Präsident der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Umit Stamm, schon vor zwei Jahren gegenüber unserer Zeitung. Die Stiftung, welche Immobilien-Unternehmer und Kunstsammler Bruno Stefanini gründete, ist seit 1980 im Besitz der Liegenschaft. Im Frühling lag denn das Baugesuch auf. Es sieht Reparaturarbeiten noch in diesem Jahr im Umfang von rund 484 000 Franken vor.

Stephan Tobler Gemeindepräsident von Egnach (Bild: Mareycke Frehner)

Stephan Tobler Gemeindepräsident von Egnach (Bild: Mareycke Frehner)

Bei einem Sturm könnte die Glocke herunterfallen

Wie das Baugesuch festhält, sind die Dächer in sehr schlechtem Zustand. Teils bestehen gar Sicherheitsrisiken. Im Glockenturm fehlen Firstziegel und bei einem Sturm könnte die Glocke herunterfallen. Zudem ist das Biberschwanz-Doppeldach im Bereich des Saals nicht dicht, weil der Abstand zwischen den Latten zu gross ist. Das Dach im Wohnbereich ist an verschiedenen Stellen defekt und undicht. Die First- und Gratziegel lösen sich von den Flächenziegeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie herunterfallen und Schäden an der Mansarde verursachen.

Schliesslich ist der Innenbereich im Nebengebäude in Mitleidenschaft gezogen worden. Wegen Feuchtigkeit, die sich durch ein kaputtes Regenwasser-Ablaufrohr im äusseren Mauerwerk staute, breitete sich Schimmel aus. «Wenn keine Massnahmen getroffen werden, kann er sich weiter ausbreiten und andere Bauteile angreifen», heisst es in den Unterlagen.

Egnach sichert 36 285 Franken zu

Egnach zahlt 36 285 Franken an die Reparatur. Es handle sich um eine provisorische Zahlung, wie Gemeindepräsident Stephan Tobler auf Anfrage sagt. Die effektiven Kosten würde man der Bauabrechnung entnehmen. Gemäss kantonalem Gesetz trage die Gemeinde zehn Prozent der anrechenbaren Kosten. Auch der Kanton beteiligt sich. Er bezahlt fünfzehn Prozent oder ungefähr 55 000 Franken im Rahmen der Denkmalpflege, weil die Luxburg unter Schutz steht.

Die Bauarbeiten hätten nach den Sommerferien begonnen, sagt Tobler. Während der Herbstferien seien die Arbeiten in vollem Gange, und «im Winter sollten sie fertig sein». Für weitere Auskünfte verweist der Gemeindepräsident an die Bauleiterfirma, die Terresta Immobilien- und Verwaltungs-AG mit Sitz in Winterthur.

Allerdings erhält unsere Zeitung keine genauere Auskunft. Geschäftsführer Markus Brunner sagt auf die Frage, wie weit die Arbeiten in den einzelnen Teilen der Burg fortgeschritten seien: «Sämtliche Ziegel werden infolge der ganzheitlichen Dachsanierung ersetzt beziehungsweise neu eingedeckt.» Er präzisiert, dass man Schneefänger aufgehängt habe, um Sicherheit zu gewährleisten. Für den Wetterschutz habe man zudem ein Unterdach installiert.

Wetterabhängig, ob man rechtzeitig fertig wird

In der Planung hätte man den Zustand der ovalen Dachgauben nicht abschätzen können, sagt Brunner. Erst nachdem das Fassadengerüst stand, habe man den Zustand entdeckt, der offenbar schlecht war. Die Sanierung sei des Weiteren stark wetterabhängig. «Wir gehen davon aus, dass die gröbsten Arbeiten Ende 2016 erledigt sind.»

Die zuständige Denkmalpflegerin Bettina Hedinger war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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