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EGNACH: Gefährliche Eindringlinge

Die Gemeinde hat invasiven Neophyten den Kampf angesagt. Die gebietsfremden Pflanzen sind eine Bedrohung für heimische Flora und Fauna. Sogar dem Menschen können sie schaden.
Tanja von Arx
Gemeindepräsident Roland Brändli (links) und Roland Boller, ARA Morgental, vor der sauberen Steinacher Bucht. (Bild: Jolanda Riedener)

Gemeindepräsident Roland Brändli (links) und Roland Boller, ARA Morgental, vor der sauberen Steinacher Bucht. (Bild: Jolanda Riedener)

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Sie bedrohen die einheimische Pflanzen- und Tierwelt oder verdrängen sie sogar. Die sogenannten invasiven Neophyten verbreiten sich wie in andern Teilen des Kantons auch im Gemeindegebiet von Egnach sehr rasch und unkontrolliert (siehe Kasten). Die Kommission für Natur und Umwelt weist in den aktuellen Gemeindemitteilungen darauf hin, dass die Pflanzenarten die naturnahen Lebensräume beeinträchtigen und nicht selten gesundheitsschädigend sind für Mensch und Tier.

«Wir müssen Massnahmen treffen»

Stefan Hauser, Mitarbeiter des Werkhofs, sagt auf Nachfrage: «Es ist noch nicht so schlimm, aber wir müssen aufmerksam sein und die nötigen Massnahmen treffen.» Nur so könne man die Verbreitung der Schädlinge in den Griff bekommen. Gerade vor ein paar Tagen habe man der Kehrichtverbrennung Pflanzen zugefügt, und zwei bis dreimal im Jahr müsse man intensiv dahinter. So wachse etwa das Drüsige Springkraut punktuell entlang von Bächen und im Wald. Auch der Japanische Knöterich werde in der Gemeinde zum Problem. «Er wird innert kürzester Zeit zwei bis drei Meter hoch.» Anderen Pflanzen fehle das Licht, um zu wachsen, und sie gingen ein. Ausserdem sei der Japanische Knöterich kein Futter für Tiere, die in ihrem gewohnten Lebensraum Nahrung bedürften. Das Schmalblättrige Greiskraut sei ferner giftig. Frässen es Kühe, gelange es in die Milch und schade zuletzt dem Menschen. «Es gilt, den natürlichen Kreislauf zu beachten.»

Spezialisten zur Bekämpfung unterwegs

Derzeit kontrollieren Experten im Siedlungsbereich private Gärten, Rabatten und Parkanlagen. Sonja Anderes aus Egnach und Walter Holzer aus Balgen bei Winden besprechen mit Betroffenen Mittel und Wege zur Bekämpfung der Pflanzen. Wie Stefan Hauser sagt, würden die Werkhof-Mitarbeiter die invasiven Neophyten in der Regel ausreissen oder am Boden verschnetzeln.

Der Werkhof bittet um Meldung der Pflanzen unter 071 474 77 24 oder werkhof@egnach.ch.

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