EGNACH: Ein unterirdisches Wasserschloss

Die Gemeinde Egnach baut in Winden für rund 1,5 Millionen Franken ein neues Wasserreservoir mit Zu- und Ableitungen. Es sei ein «Jahrhundertwerk», sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler beim Spatenstich diese Woche.

Markus Schoch
Drucken
Teilen
Sind beim Spatenstich guter Dinge: Tiefbau-Unternehmer Markus Germann, Gemeindepräsident Stephan Tobler, Bauingenieur Harald Reinert und Bau-Unternehmer Rolf Bressan. (Bild: Andrea Stalder)

Sind beim Spatenstich guter Dinge: Tiefbau-Unternehmer Markus Germann, Gemeindepräsident Stephan Tobler, Bauingenieur Harald Reinert und Bau-Unternehmer Rolf Bressan. (Bild: Andrea Stalder)

EGNACH. Die Zeit des Wasserreservoirs der ehemaligen Wasserkorporation Neukirch unterhalb des Bahnhofs Winden ist abgelaufen. Es ist sanierungsbedürftig und liegt zu tief.

Rund 100 Jahre lang war die Anlage in Betrieb. Und 100 Jahre soll auch das neue Wasserreservoir der 2012 gegründeten Wasserversorgung Egnach – der Zusammenschluss der bestehenden Wasserkorporationen in der Gemeinde – seinen Dienst tun. Diesen Wunsch äusserte der Egnacher Gemeindepräsident Stephan Tobler beim Spatenstich diese Woche. «Man kann deshalb ohne zu übertreiben von einem Jahrhundertbauwerk reden.»

97 Tonnen Stahl

Das neue Reservoir wird westlich vom Bahnhof Winden an der Strasse Richtung Bischofszell im Gebiet Groossmorge auf einer Höhe von 514 Metern über Meer mit 500 Kubikmeter Beton und 97 Tonnen Stahl gebaut. Die Aufträge sind zu einem «rechten Teil» in die Region vergeben worden, betonte Tobler.

Die 1,5 Millionen Franken teure Anlage (inklusive Zu- und Ableitungen) an einer der höchsten Stellen in der Gemeinde wird das Kernstück der neuen Wasserversorgung sein, deren Planung vor etwa 14 Jahren ihren Anfang nahm. Das Reservoir hat eine Fläche von 17 mal 21 Meter und kommt mindestens einen Meter unter die Erde. Es verfügt über zwei Kammern mit einem Fassungsvermögen von je 450 Kubikmetern, die mit Wasser aus Quellen und dem Bodensee gefüllt werden für die Versorgung eines Grossteils von Egnach. Eingebaut werden auch die Steuerung für die gesamte Wasserversorgung in der Gemeinde sowie Pumpen für den Wassertransport ins noch höher gelegene Wasserreservoir Sonnenberg, das zwei Jahre später in Betrieb genommen wird. Ursprünglich geplant war, es mit Muolen zu bauen. Die St. Galler entschieden sich dann aber für einen Zusammenschluss mit Berg-Häggenschwil-Wittenbach.

Einweihung 2018

Der Rohbau des Reservoirs Groossmorge soll Ende Jahr fertig sein, die Einweihung ist für den Frühling 2018 geplant.

Insgesamt löst der sogenannte generelle Wasserversorgungsplan (GEW) aus dem Jahr 2010 Investitionen von 7 Millionen Franken in Egnach aus. Das bestehende Wasserreservoir in Winden soll übrigens abgebrochen werden.