EGNACH: Ein Bauwerk für die Ewigkeit

15 Monate dauerten die Arbeiten am neuen Wasserreservoir Grossmorgen in Winden. Am Samstag lud die Gemeinde zum Tag der offenen Tür ein.

Trudi Krieg
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Der Tag sei ein Freudentag und ein wichtiger Meilenstein in der Dorfgeschichte, sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler am Samstag beim so genannten Wassertag. Speziell begrüsste er Jakob Küng, Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft EW Romanshorn, Dominique Zimmer vom Amt für Umwelt und Lina Gehrig von der Familie, welche das Land für das Reservoir verkauft hatte. Tobler hob die Bedeutung des Wassers hervor, sei es für die Ernährung, die Hygiene, als Energiequelle oder für die biologische Vielfalt.

Die 15-monatige Bauzeit des Reservoirs sei ohne grosse Pannen und Unfälle verlaufen, was auch ein Grund zu Dankbarkeit sei. Pastoralassistent Christian Fischer und Pfarrer Gerrit Saamer sprachen mit den Versammelten ein Segensgebet für die Menschen, welche das Reservoir gebaut haben, und für diejenigen, die daraus Wasser beziehen. Das Alphorntrio Egnach umrahmte die Feier musikalisch.

Das Reservoir bestehe aus zwei Kammern mit je 450 m3 Fassungsvermögen, sagte Harry Reinert, Planer und Ingenieur von IWP (Ingenieure Widmer und Partner) in Weinfelden. Der Inhalt wird normalerweise etwa einmal pro Tag geleert und wieder gefüllt mit aufbereitetem Bodenseewasser und einem kleinen Anteil Quellwasser vom Atzenholz beziehungsweise Grundwasser. In Spitzenzeiten ist der Verbrauch drei Mal höher. Für den Bau brauchte es ausser 530 m3 Beton auch 95 Tonnen Armierungseisen zur Stabilisierung. Insgesamt 17 Firmen seien beteiligt gewesen. Der Aushub von 2300 m3 habe ein gewaltiges Loch ergeben. Vom Material wurden nur 300 m3 entfernt. Der Rest wurde wieder gebraucht. Sichtbar blieb nur der Eingangsbereich zum Schieberhaus mit Flügelmauern und Steinverbau. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, ins Innere des Reservoirs zu steigen und die imposanten Rohre und Pumpen zu bestaunen. Am Tag des Wassers kam auch das spielerische Element nicht zu kurz. Kinder durften Feuerwehrmann spielen. Für Aufsehen sorgte ein magischer Wasserhahn, der in der Luft zu schweben schien und aus dem Wasser plätscherte.

Trudi Krieg

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

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