EGNACH: Behörde will Steuerfuss halten

Zum 21. Mal in Folge schliesst die Rechnung der Gemeinde positiv ab. Das ist Mehrerträgen bei den Steuern zu verdanken, aber auch der gut organisierten Verwaltung.

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Die Rechnung der Gemeinde Egnach schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 417928 Franken – der 21. Abschluss in Folge mit schwarzen Zahlen. Budgetiert war ein Plus von lediglich 57600 Franken. Die Nettoinvestitionen betrugen 4,9 Millionen Franken.

Das gute Ergebnis resultiert aus Mehrerträgen bei ordentlichen Steuern natürlicher und juristischer Personen, Grundstückgewinnsteuern, Ertragsanteilen und einer Landaufwertung bei der TKS. Noch bedeutender sind Minderaufwendungen, insbesondere im Sozialbereich und in allen Bereichen der Verwaltung. Der Personalaufwand liegt 30000 Franken unter dem Budget. Minderaufwendungen betreffen auch die Feuerwehr, den Bereich Energie und die Zinskosten.

Mehrkosten wegen Rietzelghalle

Doch auch Mehrkosten und Mindererträge mussten hingenommen werden. Das gilt für die Heizung und das Fernleitungsnetz der Mehrzweckhalle, für den Werkhof, die Liegenschaft Gristenbühl, die ambulante Krankenpflege, die Berufsbeistandschaft und für die Unterstützung an die Sportvereine. Gesamthaft betrachtet liegen Sach- und übriger Betriebsaufwand 647000 Franken unter dem Budget.

4973998 Franken Nettoinvestitionen wurden verbucht, 2,1 Millionen Franken weniger als veranschlagt. Dies, weil Projekte nicht ausgeführt werden konnten. Jene sind im Budget 2018 wieder enthalten.

Eigenkapital: 12,6 Mio. Franken

Konsolidiert verfügt die Gemeinde Egnach über ein Eigenkapital von 12,6 Millionen Franken. Dieses setzt sich aus Verpflichtungen respektive Vorschüssen in Spezialfinanzierungen, Fonds, Legaten und Stiftungen, Vorfinanzierungen, Neubewertungsreserven im Finanzvermögen und kumulierten Ertragsüberschüssen der Vorjahre zusammen. Wegen der hohen Investitionen muss weiterhin ein relativ tiefer Selbstfinanzierungsgrad von 38,4 Prozent hingenommen werden. Der Kapitaldienstanteil ist mit 6,7 Prozent immer noch tief.

Die Gemeinde arbeitet in einer schlank und kostengünstig. Die Steuerkraft ist mit 1901 Franken à 100 Prozent pro Einwohner unterdurchschnittlich ebenso wie der Steuerfuss von 57 Prozent. Den Steuerfuss will die Behörde halten. (red)