Dunst vor der Linse trübt Sicht auf die Sterne

Zum internationalen Tag der Astronomie öffnete die Sternwarte Kreuzlingen Tür und Kuppel. Nur Petrus zeigte sich störrisch.

Severin Schwendener
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Teleskope auf der Dachterrasse. (Bild: Severin Schwendener)

Teleskope auf der Dachterrasse. (Bild: Severin Schwendener)

KREUZLINGEN. Schön und faszinierend ist er, der Sternenhimmel. Doch so schön er ist, so schnell entzieht er sich unseren Blicken. Ziehen Wolken auf, ist es bald einmal vorbei mit dem Sternenglanz, und auch das Licht aus menschlichen Siedlungen, die sogenannte Lichtverschmutzung, wirkt dem freien Blick auf die Sterne entgegen.

Wetter ungünstig

Wie wetterabhängig der Sternenbeobachter ist, zeigte sich zum internationalen Tag der Astronomie einmal mehr in der Sternwarte Kreuzlingen. Diese öffnete am Samstag Tür und Kuppel, um den interessierten Besuchern einen Blick auf die Sonne und abends auf die Sterne zu ermöglichen. Doch schon bald zog Dunst auf, und die Sonne wurde zunehmend milchig.

Unmöglich, jetzt noch die Protuberanzen zu sehen, die sich an einem schönen Tag beobachten lassen. Und auch die Aufteilung des Sonnenlichts in die Spektralfarben war nur noch ansatzweise möglich. «So können wir natürlich auch den Kometen vergessen, den man bei guter Witterung sehen könnte», sagt Joseph Stalder von der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen.

Gefragter Veranstaltungsort

«Wir beobachten ein zunehmendes Interesse an Events», sagt Christian Hänni, Präsident der AVK. «Es ist halt schon etwas Spezielles, wenn man Sonnenflecken einmal live sieht.» Macht das Wetter den Sternenguckern wie am Samstag einen Strich durch die Rechnung, gibt es noch das Planetarium, das wetterunabhängig ist.