Drinnen ist es auch gemütlich

Der Stadtrat und Präsident der Strandbadkommission Stefan Koster begrüsste Camper, Nachbarn und Ehemalige beim Eröffnungsapéro im Restaurant des Strandbads Uttwil. Er berichtete über die Sanierungspläne.

Trudi Krieg
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Im Restaurant des Strandbads Uttwil kann man auch bei schlechtem Wetter geniessen. (Bild: Trudi Krieg)

Im Restaurant des Strandbads Uttwil kann man auch bei schlechtem Wetter geniessen. (Bild: Trudi Krieg)

«Bei diesen kalten Temperaturen denkt noch niemand ans Campen und ans Baden», habe er im Märzrundbrief geschrieben, sagte Koster bei seiner Begrüssungsrede am Samstagabend im Strandbad – das sei auch jetzt beim Eröffnungsapéro noch so. Tröstlich sei, dass das Wetter nur besser werden könne. Es schien niemanden zu stören. Nur draussen war, nicht wie in andern Jahren, niemand anzutreffen ausser ein paar Rauchern: «Wir sterben jetzt nicht mehr an Lungenkrebs, sondern an Lungenentzündung»,

nahmen diese die neue Regelung fröstelnd, aber gelassen an, und wenn der Sommer endlich komme, könne man im Gartenrestaurant paffen, wenn das Gegenüber nicht gerade am Essen sei: «Wir Raucher nehmen auch Rücksicht auf die andern.»

Behinderten-WC geplant

Drinnen genossen die Gäste das Beisammensein mit den Bekannten, die man über die Wintersaison weniger sah, und hörten den Ausführungen Kosters zu.

Der sprach auch über die Sanierungsplänen: «Wir wollen auf jeglichen Luxus verzichten, aber gepflegt soll es sein im Areal. Dies auch, damit die Preise für die Standmieten auch in den nächsten Jahren im erschwinglichen Rahmen bleiben können.» Über die erste Sanierungsetappe werde im Herbst abgestimmt. Dazu gehöre das Überdachen und Einwanden der Abwaschgelegenheit, das Einrichten von Behinderten-WC und -Dusche und die Sanierung der Platzwartwohnung.

Koster dankte Marlene und Heinz Hohl, welche jetzt die zwanzigste Saison als Platzwarte tätig sind und nachher pensioniert werden, für ihren unermüdlichen Einsatz. Die Eintrittskontrolle, Badeaufsicht, das Sauberhalten des Seeufers und vieles mehr gehörten zu ihren Aufgaben. Auf dem Camping-Areal sind 121 fest vermietete Standplätze und 40 bis 50 Touristenplätze, auf denen viele Gäste mit Zelten logieren.

Es komme auch vor, dass Touristen mit dem Wohnwagen hier seien und später einen festen Standplatz bekommen. Es bestehe eine Warteliste von zwei bis drei Jahren dafür. Etwa ein Drittel der Camper sind aus Amriswil. Es sind oft Leute, die in einer Mietwohnung leben und es schätzen, die Campingferien nur bei gutem Wetter am See zu verbringen. Sonst sei man schnell wieder in Amriswil.

Auch, dass berufstätige Familienmitglieder trotzdem über Mittag «nach hause» zum Essen kommen können, sei ein Vorteil.

Zurück an den See

Andere, wie Raini Rieser, der aus beruflichen Gründen in jungen Jahren von Arbon nach Basel zog, zieht es immer wieder an den See. Am Begrüssungsapéro hat er herausgefunden, dass ein junges Ehepaar aus Reinach ebenfalls hier campiert – so trifft man sich wieder.

Im Sommer, der jeden Tag kommen kann, beleben auch die vielen Gäste, welche nur das Seebad besuchen, die Wanderer, Restaurantgäste und die Kinder, welche auf dem Spielplatz sich vergnügen, das Strandbad Uttwil. An sehr schönen Tagen können das bis zu 500 sein, schätzt Marlene Hohl.