Dreispitz

Zum Fressen gern Was haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen in dieser Zeitung nicht alles geschrieben und gelesen zum Thema Fremde in Kreuzlingen. Klar, der 50-prozentige Ausländer-Anteil in der Stadt ist bemerkenswert.

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Zum Fressen gern

Was haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen in dieser Zeitung nicht alles geschrieben und gelesen zum Thema Fremde in Kreuzlingen. Klar, der 50-prozentige Ausländer-Anteil in der Stadt ist bemerkenswert. Aber wir Seebewohner können zu Zuwanderern auch ein Liedchen singen. Es handelt vom Grossen Höckerflohkrebs und der Donau-Schwebegarnele, die über den Main-Donau-Kanal oder mit Schiffen aus Südosteuropa in den Rhein gelangten und sich nun bei uns vermehren wie an Land die Kaninchen. Die Wahrscheinlichkeit die Neozoen irgendwann einmal loszuwerden, geht gegen Null. Also haben wir Fische nach einer wässrigen Lösung gesucht, um uns mit der Situation zu arrangieren. Wir machen einfach das Beste daraus und fressen soviele Garnelen wie wir können. So betrachtet sind die Fremden nützlich.

Zugegeben, das ist auf menschliche Verhältnisse nur bedingt übertragbar. Aufessen sollen die Kreuzlinger die Neubürger nicht. Aber nutzen können sie die Migranten durchaus. Melken oder Schröpfen sind doch im zwischenmenschlichen Umgang recht übliche Techniken. Spätestens das Steueramt und die Detailhändler wissen, wie das geht, vermutet der satte … Chretzer