Dreispitz

Die Gango-Lösung Warum heisst es «I gang go schaffe» und nicht «I gang schaffe»? Der Chretzer hat eine Lösung dieses Rätsels versprochen – et voilà. Es scheint naheliegend, unser «go» mit dem Verb «gehen» zu übersetzen: «Ich mue go schaffe» ist «Ich muss arbeiten gehen».

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Die Gango-Lösung

Warum heisst es «I gang go schaffe» und nicht «I gang schaffe»? Der Chretzer hat eine Lösung dieses Rätsels versprochen – et voilà. Es scheint naheliegend, unser «go» mit dem Verb «gehen» zu übersetzen: «Ich mue go schaffe» ist «Ich muss arbeiten gehen». Nur weil das «go» mit Hilfe eines Verbs übersetzt wird, heisst aber nicht, dass es auch eines ist. Was sonst könnte es denn sein?

Der Chretzer glaubt, das «go» ist ein Präfix, das wir vor den Infinitiv eines Verbs setzen. Im Schweizerdeutschen hätten wir demnach stets zwei Grundformen, den normalen Infinitiv, «schaffä», und einen go-Infinitiv, «go-schaffä». Die Regel zur Anwendung unserer zwei Infinitive ist einfach: Wenn du eine Bewegung hin zu einer Tätigkeit ausdrückst, nimm den «go-Infinitiv», ansonsten den normalen Infinitiv. Deshalb können wir sagen «I mue go-schaffä», aber auch «I mue schaffä», je nachdem. Haben wir aber ein Verb der Bewegung, wie bei «I gang…», dann müssen wir den «go-Infinitiv» wählen, da eben mit «I gang…» immer besagte Bewegung ausgedrückt wird! Also: «I gang go-schaffä», «I schliich go-schaffä» oder «I fahr go-schaffä». Der Deutsche strahlt: «Das ist ja einfach – und schlau! Willst auch noch ein Bier?» Der Chretzer nickt. Sein Freund erhebt sich und sagt: «Ich geh dann mol go bestellen.» Korrekt, mit Akzent zwar, aber korrekt. Chretzer

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