Dreikampf in Märstetten

MÄRSTETTEN. Auch der parteilose Ottoberger Bruno Braun tritt zum zweiten Wahlgang ums Märstetter Gemeindepräsidium an. Damit buhlen am 8. März drei Kandidaten um die Gunst der Wähler.

Mario Testa
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Bruno Braun wohnt seit 22 Jahren in Ottoberg. Der ehemalige Betriebsökonom liess sich vor einem Jahr im Alter von 59 Jahren frühpensionieren. (Bild: Mario Testa/Archiv)

Bruno Braun wohnt seit 22 Jahren in Ottoberg. Der ehemalige Betriebsökonom liess sich vor einem Jahr im Alter von 59 Jahren frühpensionieren. (Bild: Mario Testa/Archiv)

«Ich fühle mich meinen Wählern verpflichtet», sagt Bruno Braun. «Zudem will ich nach wie vor Gemeindepräsident von Märstetten werden und trete deshalb auch zum zweiten Wahlgang an.» Der parteilose frühpensionierte Betriebsökonom hat im ersten Wahlgang Ende November 280 Stimmen auf sich vereinen können, 120 weniger als der zur Wiederwahl angetretene Amtsinhaber Jürg Schumacher. Beide verpassten das absolute Mehr wegen sehr vieler leer eingelegter Wahlzettel, deshalb kommt es am 8. März zum zweiten Wahlgang ums Gemeindepräsidium.

Den Schwung mitnehmen

Er habe schon vor dem ersten Wahlgang gesagt, dass er auch zu einem allfälligen zweiten antreten würde, wenn das Resultat positiv ausfällt. «Von den 280 Stimmen war ich sehr positiv überrascht, ich hätte niemals mit so vielen gerechnet.» Nun hat er sich nach einem Monat Ferien in Myanmar dazu entschieden, nochmals anzutreten. «Dass nun mit Werner Minder noch ein weiterer Kandidat zur Wahl antritt, war für meinen Entscheid nicht matchentscheidend. Ich kenne ihn auch nicht», sagt Bruno Braun. Dass die Findungskommission aber überhaupt Erfolg hatte mit ihrer kurzfristigen Suche nach einem weiteren Kandidaten, habe ihn sehr überrascht.

Braun ist sich bewusst, dass er mit seiner Kandidatur die Chancen des amtierenden Gemeindeammanns auf eine Wiederwahl steigern könnte. Es sei aber nicht der Grund für seine erneute Kandidatur. «Was da abläuft, hat Jürg Schumacher nicht verdient, das habe ich schon einmal gesagt. Sollte ich nicht gewählt werden, würde ich ihm die Wiederwahl gönnen», sagt Braun. «Ich bin mir bewusst, dass Märstetten politisch ein sehr schwieriges Pflaster ist. Die Voraussetzungen haben sich in den vergangenen Wochen auch nicht zum Besseren gewendet.»

Arbeiten im vollen Pensum

Vor dem ersten Wahlgang hatte Braun noch angekündigt, dass er das Gemeindepräsidium mit einem 60-Prozent-Pensum bewältigt wolle. «Ich bin nun aber bereit, auch die vollen 100 Prozent zu arbeiten, sollte ich gewählt werden.» Zudem sei es für ihn nun auch nicht mehr in Stein gemeisselt, nur eine Legislatur im Amt bleiben zu wollen, sagt der 59-Jährige. Auch die Ankündigung, eine Fusion von Märstetten mit Weinfelden anzustreben, relativiert er nun. «Eine engere Zusammenarbeit in gewissen Bereichen muss angestrebt werden, gewisse Strukturen überdacht werden. Fusion ist vielleicht ein etwas hartes Wort.»

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