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Drei Volksabstimmungen und ein Gutachten

Der Streit um die Bebauung der Schlosswiese dauert schon eine gefühlte Ewigkeit und ist entsprechend verworren. Ursprung war eine Teiländerung des Gestaltungsplans «Ribi-Brunnegg», welche der Stadtrat 2009 beschlossen hatte. Die Rüllen AG wollte auf dem rechtlich baureifen Grundstück drei Mehrfamilienhäuser erstellen. Bevor die Rekurse beim Kanton gegen diese Änderung entschieden wurden, kam die Volksinitiative «Gegen die Zerstörung der Schlosslandschaft Girsberg und Brunn­egg» zustande und wurde mit knapp 60 Prozent Ja-Stimmen von den Kreuzlinger Stimmbürgern angenommen. 2011 folgten zwei weitere Volksabstimmungen, welche die Umsetzung dieses Volksauftrags zum Ziel hatten. Aber sowohl den Kauf des Landes für 5,35 Millionen Franken – im Abstimmungskampf war von der «teuersten Kuhweide der Schweiz» die Rede – wie auch die Auszonung mit angedrohter Entschädigung an die Landeigentümer verwarfen die Bürger an der Urne deutlich. Ein Rekurs gegen die letzte Abstimmungsbotschaft blieb erfolglos. Die Volksinitiative wurde danach vom Stadtrat als «nicht umsetzbar» abgeschrieben. Der Kampf ging nun von der politischen auf die baurechtliche Ebene zurück. Die kantonale Denkmalpflege empfahl den Rekurs 2012 gegen die Teiländerung des Gestaltungsplans Ribi-Brunnegg gutzuheissen und das Land freizuhalten. Drei Jahre später kamen die eidgenössischen Kommissionen für Denkmalpflege und für Natur- und Heimatschutz in einem von den Rekurrenten angestrebten Gutachten zum selben Schluss. Die Parzellen zwischen den Schlössern sollen ausgezont oder mit Schutzmassnahmen vor einer Überbauung geschützt werden. Eine Überbauung würde eine «schwerwiegende Beeinträchtigung des Ortsbildes» bedeuten. Die Schlösser Girsberg und Brunnegg sowie deren Umgebung sind als Teil der Schlosslandschaft Untersee im Bundesinventar Isos mit dem höchsten Erhaltungsziel verzeichnet. (ubr)

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