Drei Schönheiten für Rausch

Die Firma Rausch AG sucht drei neue Gesichter für ihre Haarpflegeprodukte. Gefragt ist aber nicht das perfekte Model, sondern der natürliche Typ. Die Siegerinnen werden in der Werbekampagne des kommenden Jahres zu sehen sein.

Michèle Vaterlaus
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Rausch-Inhaber Marco Baumann begutachtet mit Kommunikationsleiterin Sabine Mathis die Model-Bewerbungen für die neue Kampagne. (Bild: Nana do Carmo)

Rausch-Inhaber Marco Baumann begutachtet mit Kommunikationsleiterin Sabine Mathis die Model-Bewerbungen für die neue Kampagne. (Bild: Nana do Carmo)

KREUZLINGEN. Über 100 Frauen haben ihre Bilder bereits auf die Homepage der Rausch AG gestellt: blonde, brünette, kurzhaarige, langhaarige, natürliche und gestylte. Sie alle wollen das neue Gesicht der Firma werden. Denn die Rausch AG sucht via Online-Wettbewerb drei neue Testimonials für ihre Haarpflegeprodukte. «Wir suchen nicht das perfekte Model, keine durchgestylte Frau, sondern eine wie du und ich. Sommersprossen sind auch willkommen», sagt Sabine Mathis, Marketing- und Kommunikationsverantwortliche von Rausch. Schöne Haare seien zwar von Vorteil. «Aber das schliesst Frauen mit kurzen Haaren nicht aus.»

Marco Baumann, Inhaber der Rausch AG, stellt sich eine sympathische Naturschönheit mit Charisma vor. «Sie soll die Rausch-Philosophie leben. Eine Frau, die überzeugt sagen kann, dass ihr die natürlichen Produkte gut tun», sagt er. Er selbst sei zum Beispiel mit Kräutern gross geworden. «Ich half meinem Vater beim Sammeln der Kräuter. Da gab es mal klebrige Finger oder eine Brennnessel hat mich gebrannt. So etwas prägt», sagt er lachend. Einen ähnlichen Bezug zur Natur und zu Kräutern erwartet er von den Models.

Bauchgefühl entscheidet

Einen ersten Eindruck von den Wettbewerbs-Teilnehmerinnen haben Marco Baumann und Sabine Mathis bereits gewonnen. «Da gibt es ein paar ganz sympathische Frauen. Ich bin gespannt», sagt Baumann. Ob er schon eine Favoritin hat, will er aber nicht sagen. «Im Endeffekt verlasse ich mich sowieso auf mein Bauchgefühl», sagt er. «Schön wäre es, wenn die Models aus der Region Kreuzlingen kommen würden», meint Sabine Mathis. Wobei die Herkunft nicht ausschlaggebend sein wird, ob die Frauen weiterkommen oder nicht.

Einige der Bilder, welche die Bewerberinnen hochgeladen haben, scheinen aber bearbeitet – was ja nichts mit Natürlichkeit zu tun hat. «Wir erkennen bearbeitete Bilder. Wichtig ist einfach, dass man das Gesicht sieht», sagt Sabine Mathis.

Zudem zählt nicht nur die Optik, sondern auch Kommentare, die Freunde und Bekannte der Models online abgeben können. «Zum Beispiel berücksichtigen wir bei der Auswahl Kommentare wie: <Sie ist geeignet als Rausch-Model, weil sie viel Kräutertee trinkt>», sagt Mathis. Sie hätten bewusst auf eine quantitative Bewertung via Klicks verzichtet. «Wie schon gesagt, es kommt auf die Philosophie an.» Eine Jury – bestehend aus Marco Baumann, Sabine Mathis, dem Fotografen Caspar Martig und einem Vertreter der Werbeagentur Unikat – wird aus allen Teilnehmerinnen 30 Frauen aussuchen und diese an ein Fotoshooting nach Bern einladen. «Da erkennen wir schnell, wie echt die Frauen sind.»

Fotos und Spot

Den drei Siegerinnen winkt eine Werbekampagne für Rausch. «Wir haben die Planung noch nicht abgeschlossen. Es gibt sicher ein Fotoshooting, vielleicht gibt es aber auch noch einen Werbespot», sagt Sabine Mathis.