Drei Präsidenten im Einklang

Am 27. November sollen die Kreuzlinger höhere Beiträge für ihre Museen absegnen. Die Stiftungsräte des Roseneggs, des Seemuseums und des Planetariums hoffen für ihre Häuser auf ein Ja.

Urs Brüschweiler
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Im Seemuseum: Thomas Fischer, Jürg Schlatter und Rainer Sigrist, die Stiftungsratspräsidenten der drei Kreuzlinger Museen. (Bild: Reto Martin)

Im Seemuseum: Thomas Fischer, Jürg Schlatter und Rainer Sigrist, die Stiftungsratspräsidenten der drei Kreuzlinger Museen. (Bild: Reto Martin)

«Es ist viel Wohlwollen da.» Jürg Schlatter, Stiftungsratspräsident des Seemuseums sieht der Volksabstimmungen am 27. November mit Zuversicht entgegen, ebenso wie seine beiden Pendants Rainer Sigrist vom Planetarium und Thomas Fischer vom Museum Rosenegg. Doch gelassen auf die Zustimmung der Stimmbürger zum neuen städtischen Museumskonzept warten wollen sie nicht. Auch wenn bisher keine Gegner öffentlich wahrzunehmen waren. Denn die zusätzlichen finanziellen Beiträge aus der Stadtkasse sind für die drei Häuser von existenzieller Bedeutung. Es geht um viel Geld: 125 000 Franken statt wie heute 60 000 Franken soll das Seemuseum jährlich erhalten, 160 000 Franken statt wie heute 30 000 Franken das Rosenegg und 95 000 Franken statt 25 000 Franken das Planetarium.

Es braucht die ehrenamtlichen Helfer

Damit der Urnengang neben der am gleichen Datum stattfindenden Stadthaus-Abstimmung nicht untergeht, betreiben die drei Stiftungspräsidenten einen kleinen Abstimmungskampf. Sie haben ein Pro-Komitee ins Leben gerufen, das sich diese Woche noch vorstellen wird, und sie schicken ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter der Museen als Botschafter los. Das sind über 100 Personen, die als Multiplikatoren dienen sollen.

Die neu 380 000 Franken jährlich (bisher 115 000 Franken) werden zum grössten Teil für die Professionalisierung der Museumsleitungen benötigt. «Solche Häuser durch ehrenamtlichen Personen zu führen, führt langfristig nicht mehr zum Ziel», sagt Schlatter. «Freiwillige zu finden, für solche herausfordernden Aufgaben wird immer schwieriger», sagt Sigrist. Das sei ein gesellschaftliches Phänomen. Ganz darauf verzichten werde man aber nicht, betonen die drei. Die Stiftungsräte und die Helfer blieben weiter im Ehrenamt tätig. Das zusätzliche Geld werde aber auch benötigt, um die Dauerausstellungen und die technischen Einrichtungen der Häuser aktuell zu halten. Ihre Effizienz wollen sie steigern durch eine Zusammenarbeit im administrativen Bereich unter der Marke «Kreuzlinger Museen». Gleichzeitig will jedes Haus sein Profil schärfen und seine Besucherzahlen und Umsätze deutlich steigern. Das werde im Konzept und in den Leistungsvereinbarungen mit der Stadt auch klar so verlangt. Jürg Schlatter, Thomas Fischer und Rainer Sigrist weisen auch auf die kulturelle Bedeutung ihrer Häuser hin. «Ein Nein führt zu einer <Verlangweiligung> Kreuzlingens und ein späterer Neustart wäre mit hohen Kosten verbunden», sagt Sigrist.