Drei gekrönte Häupter mehr

Die Gemeinde Sulgen lud zum Dreikönigsapéro vor dem Seniorenzentrum ein. Der Anlass fand zum zehnten Mal statt. Gemeindeammann Andreas Opprecht rief dazu auf, sich für den Wohnort einzusetzen.

Monika Wick
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Kinder in orientalischen Kostümen sichern sich ein Stück des Sulger Dreikönigskuchens. (Bild: Monika Wick)

Kinder in orientalischen Kostümen sichern sich ein Stück des Sulger Dreikönigskuchens. (Bild: Monika Wick)

SULGEN. Der Platz vor dem Seniorenzentrum glich am Dienstagabend einem Weihnachtsmarkt. Hoch oben am Gebäude leuchtete ein grosser Stern, unten am Boden ein Weihnachtsbaum. Dicht gedrängt standen Leute um Feuerschalen, um sich zu wärmen. An einem Stand stellte der Samariterverein Sulgen anlässlich seines hundertjährigen Bestehens seine Tätigkeit vor. Gegenüber wurden Glühwein und Punsch ausgeschenkt.

Einzig der riesige Dreikönigskuchen verriet, dass die Weihnachtsmarktsaison im Grunde schon der Vergangenheit angehörte und es sich bei diesem Anlass um den Dreikönigsapéro der Politischen Gemeinde Sulgen handelte.

Figuren im Teig versteckt

Der Kuchen, der im Mittelpunkt der stimmungsvollen Feier stand, wurde von Rössli-Beck Edgar Ehrbar und seinem Team gebacken. Für den Teig verarbeiteten sie neben den 24 Kilogramm Mehl weitere Zutaten wie Butter, Milch, Zucker, Malz oder Mandelmasse. «Vor zehn Jahren bereitete uns diese Aufgabe noch etwas Kopfzerbrechen, heute haben wir bereits Routine», erklärte Edgar Ehrbar. Im Jahr 2006 war der Kuchen anlässlich der Jubiläumsfeier Sulgens erstmals gebacken worden. Damals bestand er – dem Alter des Dorfes entsprechend – aus exakt 1200 Teilen. Seither ist jedes Jahr ein weiteres Stück dazugekommen.

Kaum waren die weissen Tücher vom Kuchen entfernt, startete schon die Jagd nach den drei begehrten Königsfiguren. Einige brachen ein Stück vom Rand ab, andere vermuteten die Figuren mitten drin. Bereits kurz vor 20 Uhr konnte Gemeindeammann Andreas Opprecht die Namen der neuen Könige verkünden. Doris Bruggmann, Theres Gfeller und Bruno Sacchet erhielten einen Geschenkgutschein von der Gemeinde sowie ein Präsent des Samaritervereins.

Alle können etwas beitragen

In seinem Grusswort warf Andreas Opprecht einen Blick auf bauliche Veränderungen und auf das Bevölkerungswachstum im vergangenen Jahr. Ausserdem stellte er die mannigfaltigen Ziele, Projekte und Themen vor, die der Gemeinderat im neuen Jahr neben den ordentlichen Tagesgeschäften angehen möchte. Ausserdem forderte Opprecht die Zuhörer auf, sich am Dorfleben zu beteiligen und sich für den eigenen Wohnort zu engagieren. «Jede und jeder von Ihnen kann in Sulgen in verschiedensten Bereichen zu einem erfolgreichen 2015 beitragen – es lohnt sich», sagte Opprecht.

Musikalisch umrahmt wurde die gutbesuchte Feier von der Musikgesellschaft Sulgen unter der Leitung von Daniela Schümperli sowie einer Gruppe von Sternsingern, die neben Liedern auch Segenswünsche für das neue Jahr im Gepäck hatten.