Dozwiler Firma zeigt ihre Stärken

DOZWIL. Die Ejot Schweiz AG hat die Zertifizierung mit dem Umweltlabel ISO 14001 geschafft. Es ist die weltweit bedeutendste Vorgabe an Umweltanforderungen an ein Unternehmen. Das bewog die Firma, am Samstag ihre Türen zu öffnen.

Ingrid Meier-Mühlbauer
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Heidi Reichenbach vom Umweltmanagement führt Interessierte durch den Betrieb. (Bild: Ingrid Meier-Mühlbauer)

Heidi Reichenbach vom Umweltmanagement führt Interessierte durch den Betrieb. (Bild: Ingrid Meier-Mühlbauer)

Im Dorfzentrum von Dozwil fällt ein Bau besonders auf: die gewaltige runde Fassade der Firma Ejot Schweiz AG, welche in ihrer Bauweise an Botta erinnert. Die Firma entstand 1996 durch den Kauf der damaligen Lista Kunststofftechnik AG durch die Ejot-Gruppe, Deutschland.

Der Firmenname setzt sich aus dem des Firmengründers Eberhard Jaeger, E-Jot, zusammen. Die Anfänge gehen bis 1922 zurück. Die Ejot-Gruppe ist weltweit positioniert, und Produkte sind in jeglichen Markenartikeln zu finden.

Anspruchsvolle Teile

Beim Rundgang durch den Betrieb wird schnell klar, worauf besonderen Wert gelegt wird: auf Sauberkeit, Umweltbewusstsein und Wertschätzung. Die Ejot Schweiz AG entwickelt, produziert und vertreibt anspruchsvolle Kunststoffteile in höchster Qualität, hauptsächlich in der Auto- und Baubranche sowie in der Konsumgüterindustrie. Auf 6000 Quadratmeter Produktionsfläche stehen 31 Spritzgiessmaschinen. Etwa 250 verschiedene Artikel sind im Angebot, die jährliche Produktionsmenge beläuft sich etwa auf 300 Millionen Teile.

Abfall wiederverwertet

Aber nicht nur Produktion und Vertrieb sind der Firma wichtig, sie setzt auf Umwelt. Etwa 20 Tonnen Abfall wird in die KVA Weinfelden geliefert, welcher wiederverwertet wird, erklärt der Umweltbeauftragte Manfred Uhlmann. Massnahmen zur Lärmreduktion, farbliche Trennung sowie regelmässige Schulung der etwa 70 Mitarbeiter zu Umwelt und Katastrophen gehören ebenfalls zum Umweltmanagement.

Der Jahresumsatz von 35 Millionen Franken ist durch die Eurokrise etwa 10 Prozent geringer als in den besten Zeiten, so Projektleiter Walter Kornsteiner, da aber Rohmaterial wieder in Euro eingekauft werden kann, konnte einiges abgefedert werden. Da die Firma verschiedene Standbeine habe, können jeweilige Einbrüche durch Produkteumstellung aufgefangen werden. Zukünftig wird vermehrt noch in Sauberkeit investiert, die Auto- und Konsumgüterbranchen haben sehr hohe Anforderungen. Es sind auch Produktionserweiterungen geplant, sagt Verkaufsleiter Daniel Sommer.

Auf die Frage, ob das Interesse am Tag der offenen Tür gross war, verwies Sommer auf die 350 Würste, die der Metzger an den Mann oder an die Frau gebracht habe, er sei sehr zufrieden.