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DOZWIL: Dozwil fühlt sich vom Kanton gegängelt

Die eine Hand weiss in Frauenfeld nicht, was die andere macht: Diesen Eindruck hat der Dozwiler Gemeinderat im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Baureglements. Die Folgen sind teuer und betreffen fast 40 Gemeinden im Thurgau.
Markus Schoch

DOZWIL. Es hätte für alle Beteiligten einfacher werden sollen. Jetzt wird alles viel komplizierter – und vor allem teurer.

Die Gemeinden im Oberthurgau haben haben ein Muster-Baureglement erarbeitet, das von den Gemeinden in der Region Weinfelden übernommen wird. Der Kanton prüfte die neuen Vorschriften 2014. Doch was seinerzeit von den verantwortlichen Stellen in Frauenfeld für gut befunden wurde, ist es jetzt plötzlich nicht mehr, wie die Gemeinde Dozwil feststellen musste.

«Hat mich fast überschlagen»

Sie überarbeitete ihr Baureglement und übernahm dafür Teile des Muster-Baureglements. Das Amt für Raumentwicklung machte aber plötzlich Vorbehalte bei Passagen, die zuvor in der Vorprüfung kein Thema gewesen waren. «Es hat mich fast überschlagen, als ich die Rückmeldung aus Frauenfeld bekam», sagte Gemeindepräsident Bruno Germann an der Rechnungsgemeinde am Freitagabend. Insgesamt 20 Stellen seien beanstandet worden. «Es ist ganz schlimm.» Schon mit dem ersten Satz, der Grundsätzliches regle, sei das Amt nicht einverstanden.

Mittlerweile habe sich die Regionalplanungsgruppe Oberthurgau der Sache angenommen, erklärte Germann den 39 anwesenden Stimmbürgern. Denn Kesswil habe das gleiche Problem (28 Beanstandungen). Und 36 andere Gemeinden im Thurgau dürften es früher oder später bekommen, da sie sich am Muster-Baureglement orientieren wollen.

Viel teurer als erwartet

Dozwil verliert nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Für die 2013 begonnene Revision der Ortsplanung waren 80 000 Franken budgetiert. Wegen der Umsetzung des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes sind es bereits jetzt 110 000 Franken. Und die neuen Differenzen mit dem Kanton dürften nochmals 30 000 Franken kosten.

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