Dotnachterin trotzt dem Wind

KEMMENTAL. Das Kemmental hat eine weitere Weltmeisterin: Die Armbrustschützin Nicole Bösch durfte am Freitag die Glückwünsche der Gemeinde entgegennehmen.

Kurt Peter
Drucken
Teilen
Gemeinderat Erwin Odermatt überreichte Weltmeisterin Nicole Bösch die Anerkennung des Kemmentals in Form eines Checks. (Bild: Kurt Peter)

Gemeinderat Erwin Odermatt überreichte Weltmeisterin Nicole Bösch die Anerkennung des Kemmentals in Form eines Checks. (Bild: Kurt Peter)

Die Feier war der Leistung angemessen. Die Gemeinde Kemmental und die Neuwiler Armbrustschützen begrüssten die frischgebackene U23-Weltmeisterin Nicole Bösch in der Schützenhalle Bäärenmos, und die Bevölkerung nahm rege am Empfang teil. Gemeindepräsident Walter Marty stellte der Dotnachterin Fragen zum erfolgreichen Wettkampf. «Ja», bestätigte sie, «ich habe mir den Final zum Ziel gesetzt, auch wenn ich dann vor Ort in Russland bescheidener geworden bin.»

Es war ihre erste Weltmeisterschaft, und «ich wollte am vergangenen Wochenende meine bestmögliche Leistung bringen». Das war, so erzählte sie, schliesslich gar nicht so einfach. Denn zunächst ging es mit dem Bus nach Frankfurt. Dort trafen sich die Mannschaften zahlreicher Länder, um mit einem gecharterten Flugzeug die neunstündige Reise nach Ulan-Ude anzutreten. «Es herrschten prekäre Bedingungen, vor allem der Wind war ein sehr grosses Problem», erzählte Nicole Bösch. Dass sie sich die Goldmedaille im Einzelwettbewerb und einen dritten Platz mit dem Team holen konnte, machte sie glücklich und stolz. Roland Ravelli, Präsident des Thurgauer Armbrustschützenverbandes, und Elite-Trainer Bruno Inauen, der Nicole Bösch schon in der Nachwuchsabteilung betreut hatten, lobten die Leistung der neuen Weltmeisterin.