Diskussionen um Liegenschaften

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Tägerwilen Nebst der Diskussion über die Weiterführung der Buslinie 907 sorgten zwei weitere Traktanden der Informationsveranstaltung in der Bürgerhalle für Gesprächsstoff: Die Gemeinde möchte die drei Liegenschaften 1715, 1716 und 1717 im Roosegarten verkaufen und damit drei Familien mit Kindern den Wunsch nach einem Eigenheim ermöglichen. Für den Verkauf braucht sie laut dem Reglement über den Landkaufkredit die Zustimmung der Gemeindeversammlung. Das Land soll nicht an den Meistbietenden verkauft werden, der Verkaufspreis wird fertig erschlossen bei 600 Franken pro Quadrat­meter liegen. «Wir wollen damit gegen die Preistreiberei vorgehen», sagt Gemeindepräsident Markus Thalmann. Das Interesse an den Liegenschaften ist gross: Die Gemeinde hat bereits jetzt mehr als 15 Bewerbungen für eine der Liegenschaften erhalten. Auch die zweite Diskussion drehte sich um eine Liegenschaft: Die Gemeinde beantragt die Einzonung von einem Gebiet im unteren Tägermoos (Parzellen 329, 790 und 330) von der Landwirtschaftszone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, sowie den Kauf der Liegenschaft 329 und 790 zu einem Preis von rund zwei Millionen Franken für die insgesamt 11785 Quadrat­meter. Auf dem Land könnte ein Werkhof erstellt werden. Das sei jedoch nicht der Grund für den Kauf, wie Thalmann sagt: «Die Gemeinde kann nur steuern und lenken, wenn sie selbst Land­besitzerin ist.» Ein Stimmbürger äusserte sich daraufhin, dass das Bedürfnis für dieses Land nicht gegeben sei und nicht einfach auf Vorrat gekauft werden solle. Thalmann erwiderte, dass durchaus ein Bedarf besteht, da die Gemeinde Land an die Mowag verkauft hat. Weiter betonte er, dass Bauland eine Rarität ist und die Chance genutzt werden soll. (vst)