Diktat verärgert die Katholiken

Die Landeskirche nötigt die Arboner Pfarrei, das eigene Pfarreiblatt aufzugeben und beim kantonalen Forum mitzumachen. Das sorgt für Unmut.

Hedy Züger
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ARBON. Faktisch verhängt die katholische Landeskirche über die Katholische Kirchgemeinde Arbon quasi ein Verbot, weiter ihr eigenes, kostengünstiges Pfarrblatt herauszugeben. Dabei wurde dieses gerade neu aufgegleist und weitere Sparmöglichkeiten umgesetzt: Der monatliche Versand kostet weniger.

«Patriarchalisches Vorgehen»

Die Landeskirche zwingt nun Arbon, beim kantonalen Pfarreiforum mitzumachen, obwohl damit hohe Mehrkosten verbunden sind. Raffiniert sei, wie der Kirchenrat die Thurgauer Pfarreien zwingt: es wird ihnen künftig nicht die Anzahl der Abos verrechnet, sondern die Pauschale der Landeskirchensteuer herangezogen und erhöht, so der Tenor. An der Synode der Katholischen Landeskirche gab es Widerstand. Kirchenpräsident Dominik Diezi sprach sich gegen das patriarchalische Vorgehen aus. Er kritisiert, «dass der Kirchenrat nicht mit den Kirchgemeinden gesprochen und eine tragbare Lösung erarbeitet hat, man sollte fair miteinander umgehen». Enttäuscht muss sich die Pfarrei dem Diktat beugen, was sie ein Steuerprozent oder mehr kosten wird. Zudem sind Nachteile bei der Information über das Pfarreileben zu erwarten.

Theo Bischof tritt zurück

Im Mai 2016 verlässt Theo Bischof Arbon. Seine Seelsorge wird sehr geschätzt. Die Kirchenvorsteherschaft hofft auf eine gute Nachfolgelösung. Pfarrer Henryk Walczak ging in seiner Besinnung auf das Heilige Jahr ein, das Papst Franziskus am 8. Dezember eröffnen wird.