Diesmal resultiert kein Plus

Die Gemeinde Sulgen schreibt erstmals seit acht Jahren keine schwarzen Zahlen. Das Defizit in der Rechnung 2013 ist aber viel kleiner als erwartet.

Hannelore Bruderer
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Andreas Opprecht Gemeindeammann von Sulgen (Archivbild: Nana do Carmo)

Andreas Opprecht Gemeindeammann von Sulgen (Archivbild: Nana do Carmo)

SULGEN. Die Rechnung 2013 der Politischen Gemeinde Sulgen schliesst mit einem Minus von 40 885 Franken ab. In den vorangegangenen acht Jahren verzeichnete Sulgen stets einen Ertragsüberschuss. Dennoch ist Gemeindeammann Andreas Opprecht mit der Jahresrechnung zufrieden, war im Budget 2013 doch ein Aufwandüberschuss in Höhe von 449 000 Franken vorgesehen. «Das Resultat zeigt aber auch, dass unser Steuerfuss eher knapp bemessen ist. Ein grosser Spielraum bleibt da nicht», hält Opprecht fest.

Werke erzielen Gewinn

Positiv sind die Rechnungen des kommunalen Wasser- und Elektrizitätswerks ausgefallen. Beim E-Werk liegt der Ertragsüberschuss bei 311 999 Franken. Beim Wasserwerk ist der Gewinn kleiner, er beträgt aber immer noch 106 916 Franken. Zum positiven Abschluss beim Wasser haben die Erhöhung der Grundtaxe und die Entschädigung der Feuerwehr für den Hydrantenunterhalt beigetragen.

Der erwirtschaftete Ertragsüberschuss soll in zukünftige Projekte fliessen. Mit den Netzübernahmen von Götighofen, Gutbertshausen, Breitenloh, Hessenreuti und Ruppertsmoos sowie der damit verbundenen Unterhaltspflicht kämen zusätzliche Lasten auf das Wasserwerk zu, gibt Opprecht zu bedenken.

Ebenfalls mit Kosten verbunden ist der geplante Seewasser-Netzverbund mit Erlen und Amriswil. Mit diesem Projekt verschafft sich Sulgen eine zusätzliche Versorgungsmöglichkeit für Notfälle. Die Gemeinde Sulgen bezieht ihr Trinkwasser im Normalfall zur Gänze aus dem Thur-Grundwasser.

Verkauf von Bauland

An der Gemeindeversammlung vom nächsten Dienstag befinden die Stimmbürger auch über einen Grundstückverkauf aus der kommunalen Baulandreserve. Das ganze gemeindeeigene Areal in der Industriezone zwischen Zelgstrasse und Bahnlinie umfasst 4651 Quadratmeter. Dieses Stück Land wurde einst für den Bau des neuen Werkhofs in Betracht gezogen.

Nun sollen 1750 Quadratmeter des östlichen Teils der Landfläche verkauft werden. Die Firma Hacom AG aus Donzhausen will dort einen Gewerbebau errichten. Der Gemeinderat Sulgen rechnet mit einem Verkaufserlös von 262 500 Franken, was einem Quadratmeterpreis von 150 Franken entspricht.

Gemeindeversammlung: Dienstag, 10. Juni, 20 Uhr; Auholzsaal, Sulgen.

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