Die Wölfe und der Wolfer

Räbeblatt

D’wüelmuus
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Seit einigen Jahren gibt es in der Schweiz wieder den Wolf. Zuerst waren es nur einzelne Tiere, jetzt schon ganze Rudel, welche durch unsere Alpen und Voralpen streichen und sich so gut wie möglich ein schönes Leben machen. Weil dazu natürlich auch das Fressen gehört, regen sich gewisse Kreise darüber auf, dass der Wolf zu den streng geschützten Tieren gehört.

Das bedeutet, dass diese Tiere entweder ausgestorben oder stark gefährdet sind und deshalb besonders geschützt werden müssen. Zu ihnen gehören nebst dem Wolf zum Beispiel auch der Biber, der Luchs und die Kleinwühlmaus, also ein Verwandter von mir.

Die Wölfe in der Schweiz reissen in den Berggebieten vermehrt Schafe und Ziegen, sodass in Bundesbern diverse Vorstösse eingereicht wurden. Sie alle haben das Ziel, den Wolf aus der Liste der streng geschützten Tiere zu nehmen, damit er ganzjährig bejagt werden kann. Der Bundesrat will nun, kompromissbereit wie er ist, den Wolf von «streng geschützt» auf «geschützt» zurückstufen und ihn damit auf die gleiche Stufe wie den Steinbock oder den Luchs stellen.

Für unsere Gemeinde wird dies kaum grosse Auswirkungen haben. Wir haben hier bei uns keine Wölfe – dafür den Wolfer. Der Gemeindeparlamentarier hat es in der letzten Sitzung geschafft, seine Kolleginnen und Kollegen in der Debatte mit moderaten Vorschlägen auf den richtigen Weg zu bringen. Schützenswert eben.

D’Wüelmuus

wueelmuus@yahoo.com