Die Weinfelder sind früh dran

Bis 2018 müssen die Gemeinden ihre Ortsplanungen den neuen gesetzlichen Bestimmungen anpassen. Das verlangt das kantonale Planungs- und Baugesetz. Die Weinfelder Kommission kann bereits im Sommer ein ganzes Paket an den Kanton zur Vorprüfung schicken.

Esther Simon
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Das Hochhaus am Marktplatz in Weinfelden: Künftig wären weitere solcher Bauten im Dorf möglich. (Bild: Reto Martin)

Das Hochhaus am Marktplatz in Weinfelden: Künftig wären weitere solcher Bauten im Dorf möglich. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. Die Weinfelder machen vorwärts mit der Revision ihrer Ortsplanung. Der Richtplan ist bereits revidiert, das Baureglement neu gefasst, und der Zonenplan ist auch schon überarbeitet. «Die Kommission wird dieses Paket an der nächsten Sitzung vom 4. Juli verabschieden», sagt der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli. Dann geht das Paket zur Vorprüfung an den Kanton.

Arbeiten vorangetrieben

Der Gemeinderat hatte die Kommission im September 2014 eingesetzt (siehe Kasten). Seither hat die Kommission in einem Dutzend Sitzungen die Revisionsarbeiten vorangetrieben. Auch die bereits bestehende Kommission Natur- und Landschaftsschutz hat ihren Beitrag dazu geleistet.

Revidiert werden müssen die Richtpläne Siedlung und Landschaft, das Erschliessungsprogramm, das Baureglement und der Zonenplan sowie das Verzeichnis der bedeutsamen Bauten und Anlagen und der Naturobjekteplan. Gemäss Planungs- und Baugesetz sind neu Hochhäuser und höhere Häuser möglich. Die Gemeinde Weinfelden hat zu den höheren Häusern und Hochhäusern eine separate Studie in Auftrag gegeben.

«Hochhaus»-Studie liegt vor

Diese Studie liege nun ebenfalls bereits vor, sagt der Gemeindepräsident: «Es geht um die Festlegung von potenziellen Gebieten für höhere Häuser und Hochhäuser. Die Studie dient beispielsweise auch als Grundlage für mögliche Aufzonungen mit vier oder fünf Vollgeschossen und für weitere Möglichkeiten zur Gestaltung und Verdichtung nach innen.»

Die in der Studie enthaltenen Vorschläge seien in der Kommission diskutiert worden und auch in den Richt- und Zonenplan sowie das Baureglement eingeflossen, sagt Vögeli. Dort, wo nötig und sinnvoll, habe die Zentrumsanalyse des Netzwerkes Altstadt ihren Niederschlag in der Ortsplanung bereits gefunden, sagt der Gemeindepräsident. «Die Massnahmen aus der vorliegenden Nutzungsstrategie Ortskern können jedoch separat umgesetzt werden. Sie werden nach der Genehmigung durch den Gemeinderat rasch an die Hand genommen.»

Ein Generationenwerk

Bei der Revision der Weinfelder Ortsplanung handelt es sich um ein umfangreiches und aufwendiges Projekt. Der Gemeindepräsident spricht sogar von einem Generationenwerk.

Der Behörde war es deshalb schon immer wichtig, die Bevölkerung in den Prozess mit einzubeziehen. Nach einem öffentlichen Workshop im November 2014 lädt der Gemeinderat die Einwohnerinnen und Einwohner deshalb erneut ein – zu einem öffentlichen Informationsanlass am 24. August.

«Wir wollen der Bevölkerung die Ergebnisse unserer umfangreichen Revisionsarbeiten zum Thema Richtplan, Baureglement und Zonenplan präsentieren», sagt Max Vögeli, «die Veranstaltung wird auch der Startschuss zur Vernehmlassung sein. Alle Parteien, Institutionen und Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.» Hauptziel der Veranstaltung vom 24. August sei, die Bevölkerung über den aktuellen Stand der Revisionsarbeit zu informieren, Fragen zu beantworten und Ideen zu diskutieren.