Die Weichen richtig stellen

Am diesjährigen Berufswahlparcours der Sulger Sekundarschule Befang erhielten die Schüler einen spezifischen Einblick in die Berufswelt. Erstmals waren auch Grossunternehmen dabei.

Arne Goebel
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Der Berufswahlparcours kann eine Entscheidungshilfe sein. (Bild: Arne Goebel)

Der Berufswahlparcours kann eine Entscheidungshilfe sein. (Bild: Arne Goebel)

SULGEN. «Dieses Mal haben wir es ganz anders gemacht», sagt Hannes Bär, Schulleiter der Sekundarschule Befang. Im vergangenen Jahr wurden viele Gewerbetreibende angeschrieben und gefragt, ob sie bereit wären, während des einwöchigen Berufswahlparcours Schülern Einblick in das Berufsleben zu geben. Der Rücklauf war jedoch gering.

In diesem Jahr sei man gezielt auf Gewerbebetriebe zugegangen, erklärt Sekundarlehrer Albert Vock, der massgeblich an der Umsetzung des Berufswahlparcours beteiligt war.

Dieses Vorgehen habe sich bewährt. «So konnte man den Schülern eine breitere Palette an Berufen zeigen.» Besonders erfreut sind Hannes Bär und Albert Vock darüber, dass man erstmals die Sulger Migros-Filiale miteinbeziehen konnte. Die Schweizerische Post und das Pharmaunternehmen Roche erläuterten den Schülern ihre Ausbildungskonzepte.

Vier Arbeitsplätze besucht

Hinter dem Bankschalter, im Einzelhandel oder Architekturbüro, in der Backstube oder Restaurantküche – die Schüler hatten Gelegenheit, sich an jeweils vier Arbeitsplätzen ihrer Wahl über die unterschiedlichsten Berufe und die diesbezüglichen Ausbildungsoptionen zu informieren. «Die Schüler waren sehr interessiert», erzählt Isabelle Gschwend. Die Lehrerin besuchte mit rund zehn Schülern die Sulger Gemeindeverwaltung.

Dort informierten die Angestellten die Jugendlichen über den jeweiligen Tätigkeitsbereich und welche Ausbildung man mitbringen sollte.

Von grosser Bedeutung

«Berufswahl hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert», unterstreicht Hannes Bär. Vor allem im kaufmännischen Bereich müsse man immer früher nach freien Lehrstellen fragen.

Aus diesem Grund führe man den Berufswahlparcours auf der ersten Sekundarstufe durch, auch wenn dies in manchen Fällen etwas zu früh sei. Der Berufswahlparcours fiel mit den Lagerwochen der zweiten und dritten Oberstufe zusammen. «Sonst könnte man aus organisatorischen Gründen eine solche Sonderwoche nicht durchführen.» Neben einem Besuch des Berufsinformationszentrums in Amriswil standen für die rund 80 Schülerinnen und Schüler der ersten Oberstufe Firmenbesuche und ein sogenannter Schnupper- Halbtag auf dem Programm.

Für alle eine Lösung

Dass dadurch auf die beteiligten Firmen ein gewisser Arbeitsaufwand zukam, war Bär bewusst. «Es ist gewaltig, was die Firmen geleistet haben, um unseren Schülern einen Einblick zu gewähren.» Die Rückmeldungen aus dem Gewerbe seien durchwegs positiv. Ihn freut auch, dass sich einige Schüler bereits für die Sommerferien eine Schnupperstelle gesichert haben.

Besonders erfreulich: «In diesem Jahr haben sämtliche Schüler eine Lehrstelle oder eine Anschlusslösung im Brückenangebot gefunden.»