Die wegane Woche

Glosse

Sabrina Bächi
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Ab heute bleiben die Küchen in Weinfelden kalt. Wo sonst lieblich der Duft währschafter Kost die Nase um die Mittagszeit umspielt, empfängt den hungrigen Weinfelder in den nächsten fünf Tagen nur der leere Kühlschrank. Das ist allerdings gar nicht schlimm – im Gegenteil. Bis am Montag stellen die Weinfelder nämlich ihre Ernährung um und leben fünf Tage wegan. Die Küche ist nicht mehr zu Hause, sondern im Dorf, an der Wega.

Statt Härdöpfelstock mit Voressen und Rüebli gibt es rotes Thaicurry mit Reis. Oder doch lieber in die italienische Ecke und eine Pizza schmausen? Würste, Kebap und Burger gehören sicherlich zum Standardessen vieler; genauso wie das Schnitzelbrot und die Öpfelchüechli. Wer es doch gerne währschaft mag, kann zum Haxenkasper, in den Fonduekeller oder in die Feuerwehrbeiz zum Güggelischmaus. Fakt ist: die Weinfelder sind Weganer. Und das aus Überzeugung. Es ist nicht nur das Essen, sondern eine Lebenseinstellung. Fünf Tage im Jahr leben sie mit dem Dorf im Dorf, treffen sich, schwatzen, trinken und feiern.

Sabrina Bächi

sabrina.baechi@thurgauerzeitung.ch