Die vierte Generation spielt mit

Am Sonntagnachmittag lud die Bürgler Zithergruppe Gartehüsler zum Jubiläumskonzert ein. Trotz des schönen Wetters füllten die Besucher die Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz.

Monika Wick
Drucken
Teilen
Leiterin Silvia Hutterli spielt Zither mit Tobias Wick und Tobias Frei, der jungen Garde der Gartehüsler. (Bild: Monika Wick)

Leiterin Silvia Hutterli spielt Zither mit Tobias Wick und Tobias Frei, der jungen Garde der Gartehüsler. (Bild: Monika Wick)

BÜRGLEN. Die alljährlichen Konzerte der Zithergruppe Gartehüsler erfreuten sich grosser Beliebtheit. Auch am Sonntagnachmittag war die Bürgler Mehrzweckhalle trotz schönstem Wetter bis auf den letzten Platz besetzt. «Ich freue mich, dass Besucher aus allen umliegenden Kantonen und dem Berner Oberland angereist sind», sagt Silvia Hutterli, Leiterin der Zithergruppe.

Den Auftakt zum Konzertnachmittag machten der neunjährige Tobias Frei und sein um drei Jahre ältere Namensvetter Tobias Wick. Für ihre Darbietungen ernteten die beiden mit Abstand jüngsten Zitherspieler grossen Applaus.

Potpourri auf 80 Zithern

Für die rund achtzig erwachsenen Zitherspielerinnen und Zitherspieler hat Silvia Hutterli ein gefälliges und vielfältiges Programm zusammengestellt. Von leichter Klassik über Filmmusik bis hin zur Volksmusik waren alle Sparten vertreten. Besonders zu begeistern vermochte das «Stimmungspotpourri» mit Passagen aus dem berühmten «Marina, Marina» von Rocco Granata oder «Dar i nöd äs bitzeli», die zum Mitsingen und -schunkeln animierte. Viele Stücke wurden zusätzlich von Musikern mit Gitarre, Klarinette, Saxophon oder Mundharmonika untermalt.

Proben im Gartenhaus

Seit 1999 lehrt Silvia Hutterli in ihrem namengebenden Gartenhaus das Zitherspiel. Einmal wöchentlich reist auch Maria Küng aus Berg zu den Proben an. Mit ihren 92 Jahren ist sie das älteste Mitglied der Gartehüsler. Sie habe sich anfangs kaum getraut, sich anzumelden, sagt Maria Küng. «Heute bin ich froh, hab ich mich dazu überwunden. Zither spielen ist ein guter Zeitvertreib.» Youngster Tobias Frei reist jeweils mit dem Zug aus Amriswil an die Proben. «Meine Zither gehörte meiner Urgrossmutter. Meine Grossmutter hat auch gespielt», sagt er.