Die Vernunft siegt über den Verdruss

Viele Amriswilerinnen und Amriswiler sind es leid. Die letzten Jahre lebten sie mit unzähligen Baustellen. Nun ist klar, dass eine weitere hinzukommt: Gerade erst wieder als Durchgangsstrasse offen, wird die Untere Bahnhofstrasse im Frühjahr wieder von Baulatten gesäumt.

Rita Kohn
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Viele Amriswilerinnen und Amriswiler sind es leid. Die letzten Jahre lebten sie mit unzähligen Baustellen. Nun ist klar, dass eine weitere hinzukommt: Gerade erst wieder als Durchgangsstrasse offen, wird die Untere Bahnhofstrasse im Frühjahr wieder von Baulatten gesäumt. Denn am Wochenende hat die Vernunft über den Verdruss gesiegt, haben die Amriswiler Stimmberechtigten Ja gesagt zur Sanierung. Ganz so selbstverständlich war dieses Ja nicht, auch wenn sich die Strasse in einem schlechten Zustand befindet und eine Sanierung wahrlich kein Luxus ist.

Mit dem Bau der Bahnunterführung ist ein wichtiger Punkt des Amriswiler Verkehrskonzepts umgesetzt worden. Für die Bewohner des nördlichen Teils von Amriswil war die Bauzeit mühevoll, sie verlangte von ihnen einiges ab. Nun, da die Unterführung für den Verkehr freigegeben ist, sollen sie erneut mit einer Baustelle leben. Es ist also verständlich, dass es hier kaum Freudensprünge gab.

Dennoch hat eine deutliche Mehrheit Ja gesagt zum Vorhaben. Wohl auch, weil die Stadt sehr überlegt gehandelt hat. Hätte sie weniger Fingerspitzengefühl bewiesen und hier mit grosser Kelle angerichtet, wäre die Zustimmung wohl zur Zitterpartie geworden. So aber wird ein Plan umgesetzt, der zwar dem «Kellerkind» Untere Bahnhofstrasse ein besseres Renommée verschafft, die Finanzen aber nicht strapaziert. Mit dieser Politik beschreitet die Stadt einen guten Weg.

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

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