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Die teuerste Unterhose der Welt

Die ISA Sallmann AG lanciert ein neues Modell, das Rahmen sprengt. Trotz schwieriger Wirtschaftslage kann die Firma derzeit ihre Arbeitsplätze halten. Unter anderem dank verschiedener Innovationen.
Rita Kohn
Stoff und Verarbeitung der 1990-Franken-Boxershorts überzeugen auch die Mitarbeiterinnen der ISA Sallmann AG. (Bild: Rita Kohn)

Stoff und Verarbeitung der 1990-Franken-Boxershorts überzeugen auch die Mitarbeiterinnen der ISA Sallmann AG. (Bild: Rita Kohn)

Boxershorts für 1990 Franken? Andreas Sallmann, der die teuerste Unterhose der Welt lanciert hat, schmunzelt. Grosse Stückzahlen werde er davon sicher nicht verkaufen, sagt der Unternehmer. Das wäre angesichts der gerade einmal 20 produzierten Boxershorts auch nicht möglich. Gearbeitet aus einem edlen Stoff, der in Appenzell gewoben wurde, genäht im Lehrlingsatelier des Kantons Thurgau und in Amriswil bei der ISA Sallmann AG konfektioniert, sind es exklusive Stücke, die in den Grössen S, M, L und XL vorliegen.

Das alleine macht den für Boxershorts extrem hohen Preis allerdings nicht aus. Die Unterwäsche wird von einem Knopf aus echtem Gold geziert, eigens hergestellt von einem Thurgauer Juwelier. Und auch die Verpackung hat es in sich: Verkauft wird das edle Stück in einer Nussbaumholz-Box, hergestellt von einem Thurgauer Schreiner. Damit mache er sichtbar, welche Qualitäten in der Ostschweiz steckten, so Andreas Sallmann.

Er ist gespannt, wie viele der 20 angebotenen Shorts letzlich einen Käufer – oder eine Käuferin – finden werden.

Stoff, der nicht brennt

Trotz Wirtschaftskrise hat es bei der ISA Sallmann AG bisher keinen Stellenabbau gegeben. Dies, obwohl das laue Herbstwetter die Geschäfte beeinträchtigt. «Sobald es richtig kalt wird, werden die Zahlen in die Höhe schnellen», ist Andreas Sallmann zuversichtlich. Ihm ist aber bewusst, dass es ohne stetige Innovationen nicht geht.

«Wir lancieren die unbrennbare Unterwäsche», sagt er und zückt ein Feuerzeug. Der Stoff in seiner Hand glimmt unter der Flamme für einen winzigen Augenblick, eine Rauchfahne steigt auf, dann ist alles vorbei. «Mit diesem Produkt wollen wir einerseits Sicherheitsdienste wie die Feuerwehr und die Polizei ansprechen, andererseits auch Spitäler und psychiatrische Kliniken», erläutert Andreas Sallmann.

Bis jetzt habe es viele Fasern für feuerfeste Oberbekleidung gegeben, doch im Bereich Unterwäsche sei kaum etwas passiert. Nun können sich die Sicherheitskräfte mit der Wäsche, zu der auch Rollis gehören werden, ausstatten und müssen nicht mehr befürchten, dass ein Funkenwurf zu grossen Verbrennungen am Körper führen kann. Einen weiteren Einsatzbereich sieht Andreas Sallmann für seine feuersichere Wäsche im Bereich der metallverarbeitenden Industrie.

Das Besondere an der neuentwickelten Wäsche sei, dass diese so weich und angenehm zu tragen sei, wie normale Unterwäsche. Noch befindet sich das Vertriebsnetz für die Sicherheitswäsche im Aufbau, ab Januar kann die Unterwäsche aber ausgeliefert werden.

Ausgezeichnet worden

Für seine Innovation in Sachen Ökologie ist Andreas Sallmann kürzlich von Coop ausgezeichnet worden.

Der Preis, der nur alle drei Jahre vergeben wird, ging vor allem deshalb nach Amriswil, weil die ISA Sallmann AG seit Jahren konsequent auf Nachhaltigkeit, Ökologie und fairen Handel setzt. Unter anderem vertreibt die Firma seit einiger Zeit Wäsche mit dem Max-Havelaar-Gütesiegel. Mit Erfolg, wie der Patron der ISA Sallmann AG, Andreas Sallmann, meint.

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