Die Suche geht weiter

ROMANSHORN. Der Verein Ludwig Demarmels sucht nach Räumen, um das Werk des Bündner Künstlers ausstellen zu können. Das Haus der Witwe dient derzeit als Galerie. Doch der Platz ist knapp.

Michèle Vaterlaus
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Skulptur von Ludwig Demarmels im Garten der Ateliergalerie. (Bild: Reto Martin)

Skulptur von Ludwig Demarmels im Garten der Ateliergalerie. (Bild: Reto Martin)

Hunderte von Werken befinden sich im Haus von Roswitha Demarmels. Sie hält das Schaffen ihres vor 22 Jahren verstorbenen Mannes Ludwig Demarmels in Ehren. Die Galerie ist auf drei Stockwerke verteilt. Doch der Platz ist knapp.

Vor zwei Jahren wurde nun der Verein Ludwig Demarmels gegründet. Dieser soll Roswitha Demarmels dabei entlasten, das Andenken an den Künstler zu bewahren. Ziel ist es, die Kunstwerke dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sollen neue und grössere Räumlichkeiten für die Ausstellung gefunden werden. Doch diese Suche gestaltet sich schwierig. Erst eben sind Verhandlungen mit der Museumsgesellschaft Romanshorn, die Ausstellung ins Museum am Hafen zu verlegen, gescheitert.

Ein idealer Standort

«Der Standort im Museum am Hafen wäre ideal gewesen», sagt Martin Monsch, Präsident des Vereins Ludwig Demarmels. Doch im Endeffekt wären die Bilder dort zu wenig geschützt gewesen.

Das bestätigt auch Max Brunner, Präsident der Museumsgesellschaft. «Die erste Idee war, die Werke von Ludwig Demarmels im Raum der Computeria unterzubringen», sagt er. Doch das sei kein gangbarer Weg gewesen. «Wir verstehen, dass der Verein einen eigenen Raum will», sagt Brunner. Doch in diesem Fall hätten wir die Computeria rauswerfen müssen, das wollten wir nicht.

Keine dauerhafte Ausstellung

Einigen konnten sich die beiden Vereine auch nicht darauf, die Werke von Demarmels im Eventraum auszustellen. «Der Platz war zu knapp», sagt Brunner. Das Museum hätte sein Programm anpassen, allenfalls sogar ein Aussenlager für seine eigenen Exponate suchen müssen. «Das wollten wir ebenfalls nicht.» Zudem wäre die Ausstellung der Bilder von Demarmels nicht dauerhaft möglich gewesen.

Für den Verein Ludwig Demarmels bleibt deshalb vorerst nur eines: «Wir suchen einfach weiter», sagt Martin Monsch.

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