Die Strassen der Stadt sind alt

ROMANSHORN. Romanshorn hat in den letzten Jahren übermässig viele Strassen saniert, sagt Stadtrat Max Sommer. Nun geht die Zahl der Baustellen etwas zurück. Doch die Sanierung der Strassen sei eine Arbeit, die nie abgeschlossen wird.

Michèle Vaterlaus
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An der Zelgstrasse sind die Arbeiten in vollem Gang. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

An der Zelgstrasse sind die Arbeiten in vollem Gang. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Es holpert und rumpelt im Auto, während es über die Zelgstrasse in Romanshorn fährt. «Die Strasse zerfällt regelrecht», sagt Max Sommer. Der Romanshorner Stadtrat ist zuständig für das Ressort Hoch- und Tiefbau. Er weiss: So stand es noch vor wenigen Jahren um viele Strassen in der Stadt. Sie haben Risse und Senkungen im Belag oder die Randsteine stehen schief. «Heute haben wir nur noch wenige Strassenabschnitte in solch desolatem Zustand», sagt er. Die Werkleitungen und Strassenbeleuchtungen werden im Zuge der Sanierung jeweils auch gleich erneuert. «Wir sind seit einiger Zeit ständig am Sanieren. In den letzten Jahren sogar übermässig.»

Totalsanierung alle 70 Jahre

Die Romiszelgstrasse ab dem Dorfbach bis zum Einlenker in die Kreuzlingerstrasse wurden diesen Sommer komplett neu erstellt, die Arbeiten an der Schlossbergstrasse konnten mit dem Einbau des Deckbelages beendet werden. Nun geht es weiter: Die Zelgstrasse ist momentan im Bau, sie soll bis Ende Jahr fertig sein. Dass sich die Sanierungsarbeiten in den letzten Jahren derart gehäuft haben, habe damit zu tun, dass vorher kaum etwas getan wurde. «Meist liegt das an der finanziellen Situation der Gemeinde», sagt Sommer. Genauer will er nicht darauf eingehen. Doch er weist darauf hin, dass Strassen sowieso alle 70 bis 80 Jahre eine Totalsanierung brauchen. Viele Romanshorner Strassen, wie beispielsweise jene im Eigenheimquartier, seien ab 1900 gebaut worden, als die Gemeinde ein grosses Wachstum erlebte. Die Hafenstadt hat etwa 50 Kilometer Gemeindestrassen. «Das heisst, wir müssen 600 bis 800 Meter der Strassen pro Jahr sanieren.»

Strickt und straff

Sommer hat jährlich ein Globalbudget von einer Million Franken. Ab dem kommenden Jahr müsse aber gemäss Budget 700 000 Franken reichen, da nur noch wenige Strassen total saniert werden müssen.

Sommers Ziel sei es immer gewesen, die Sanierungen «strickt und straff» durchzuziehen damit keine Zusatzkosten entstehen. «Das Gröbste ist mittlerweile erledigt», sagt er. «Aber fertig wird man damit nie. Sonst hätten wir etwas falsch gemacht.» So sind auch im Budget 2015 wieder Strassen auf der Sanierungsliste zu finden, wie die mittlere Hafenstrasse oder der Blumenweg. Eine Position sei auch der geplante Boulevard. «Aber darüber werden die Stimmbürger separat entscheiden.» Eine künftige Herausforderung werde für die Stadt der Bau der BTS. «Da braucht es allenfalls Anpassungen im Baubereich und in der Verkehrsführung», sagt Sommer. Für ihn werden diese kein Thema mehr sein. Er legt sein Amt als Stadtrat im Frühling nieder.

Der Einlenker von der Kreuzlingerstrasse in die Romiszelgstrasse ist breiter geworden. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Der Einlenker von der Kreuzlingerstrasse in die Romiszelgstrasse ist breiter geworden. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Die Schlossbergstrasse ist fertig saniert. (Bilder: Nana do Carmo)

Die Schlossbergstrasse ist fertig saniert. (Bilder: Nana do Carmo)