Die Stadtentwicklung im Visier

Bei der Freien Liste steht nach 24 Jahren mit dem Rücktritt des letzten Gründungsmitglieds ein Umbruch bevor. Doch die «Partei, die keine ist» sieht positiv und kämpferisch in die Zukunft.

Urs Brüschweiler
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Freie Liste vor Schloss Brunegg: Die Kandidaten wählten bewusst diesen Ort für ihre Präsentation. (Bild: Urs Brüschweiler)

Freie Liste vor Schloss Brunegg: Die Kandidaten wählten bewusst diesen Ort für ihre Präsentation. (Bild: Urs Brüschweiler)

kreuzlingen. Die Freie Liste wird nach dem Rücktritt ihrer prägenden Persönlichkeit Jost Rüegg nicht an Bedeutung verlieren. Dieser Wille war bei der Kandidaten-Präsentation für die Gemeinderatswahlen zu spüren. Zur Verdeutlichung waren bei der Listen-Vorstellung auch andere grosse Namen aus den letzten 24 Jahren seit der Entstehung anwesend, nach deren Rücktritt es auch immer weiter ging.

Die ehemaligen Stadträte Reiner Bodmer und Guido Leutenegger, die frühere Gemeinderatspräsidentin Helene Eisenhut und eben auch Jost Rüegg waren dabei und versicherten, dass sie der Freien Liste als «Think Tank» oder «Lobby» weiterhin zur Seite stehen. Denn «die Freie Liste ist aus Kreuzlingen nicht mehr wegzudenken».

Vier Bisherige, fünf Neue

Die vier amtierenden Gemeinderäte, Anna Rink, Hans-Jürgen Michael, Eva Häberlin und Daniel Moos, welcher erst kürzlich

für den zurücktretenden Patrick Haltner ins Gemeindeparlament nachgerückt war, treten wieder an. Zusammen mit fünf neuen Kandidaten kann die Freie Liste den Wählern somit eine gute und solide Auswahl bieten.

Schloss-Initiative und Bauboom

Im Gegensatz zu den Parteien setzen die Mitglieder der Freien Liste im Wahlkampf voll auf ein Thema. «Wir waren die einzige Fraktion, welche geschlossen für die Schloss-Initiative eingetreten ist», sagte Jost Rüegg. Bekanntlich wurde diese überraschend angenommen.

Die Umsetzung der Initiative, wie generell eine gemässigte Stadtentwicklung, ist das grosse Thema aller Listen-Mitglieder und wird auch auf den Wahlplakaten zum Ausdruck kommen. Denn auch, wenn die Freie Liste eben keine Partei sei, sondern ein Zusammenschluss von ungebundenen Personen, sei das «Grüne» doch eine Gemeinsamkeit. Auch ein eigenes Logo hat man sich nun zugelegt.