«Die Stadt hat nie mit uns gesprochen»

Rund 130 Personen versammelten sich gestern abend trotz Eiseskälte, um gegen das Fällen der Pappeln am Seerhein im Tägermoos zu demonstrieren. Ab dem Zollübergang Gottlieben marschierten sie mit Fackeln und Transparenten bis zum Kuhhorn.

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Rund 130 Personen versammelten sich gestern abend trotz Eiseskälte, um gegen das Fällen der Pappeln am Seerhein im Tägermoos zu demonstrieren. Ab dem Zollübergang Gottlieben marschierten sie mit Fackeln und Transparenten bis zum Kuhhorn. Wo Martin Luithle, Anwalt der Konstanzer Bürgerinitiative noch einmal seinen Standpunkt deutlich machte. Als die Konstanzer Stadtregierung vor wenigen Wochen über die geplante Aktion informiert habe, hätten «die Sägen schon bereitgestanden», sagt er unter Applaus. Oberbürgermeister Uli Burchardt habe offenbar kein Interesse gehabt an einem demokratischen Prozess. Mit der Bürgerinitiative sei er nie in Kontakt getreten. Weil der Antrag auf einstweilige Verfügung beim deutschen Verwaltungsgericht nicht von Privatpersonen eingereicht werden kann, steht Martin Luithle, in Kontakt mit Umweltverbänden und Parlamentariern. Die Bürgerinitiative beharrt darauf, dass für das Fällen der Bäume wegen der raumplanerischen Dimension eine Abstimmung im Gemeinderat nötig gewesen wäre. Das Fällen von Bäumen sei Landschaftspflege und nicht zustimmungspflichtig, entgegnet dem die Stadt Konstanz. (sch)

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