Die Solidarität erhalten

Die Mitglieder des Vereins Spitex am See genehmigten den regionalen Schulterschluss zur Spitex Region Kreuzlingen.

Marion Theler
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ALTNAU. Wie erwartet stimmten nach der Spitex Tägerwilen-Gottlieben auch die Mitglieder des Vereins Spitex am See dem Zusammenschluss dreier regionaler Spitex-Vereine zu einer grösseren Organisation zu: Die neue «Spitex Region Kreuzlingen» wird aufgrund ihrer Grösse in der Lage sein, all die neuen, gesetzlich erforderten Leistungen wie die Akut- und Übergangspflege, die Palliative Care sowie die Psychiatrische Pflege im 24-Stunden-Service anzubieten.

Spezialisten notwendig

Der Verein Spitex am See entstand selber erst 2007 aus den damaligen lokalen Organisationen in Altnau, Bottighofen, Münsterlingen, Güttingen, Langrickenbach und Lengwil. Vorstandsmitglied Christine Heuberger zeigte an der ausserordentlichen Versammlung nochmals auf, wieso die Spitex am See für die neuen Anforderungen, die seit 2012 an die Spitex gestellt werden, zu klein sei.

Insbesondere braucht man für die neuen Leistungen zwingend verschiedene Spezialisten, könnte diese aber nur in verschwindend kleinen Pensen anstellen. «Wir erhalten andere Patienten mit anderen Ansprüchen», sagte Heuberger. Man brauche ein grösseres Einzugsgebiet.

Subventionierte Leistungen

Ebenfalls ohne Gegenstimme befürworteten die Mitglieder den Fortbestand ihres Vereins. Die Spitex am See wird für seine Mitglieder weiterhin den Mahlzeitendienst und den Rotkreuzfahrdienst organisieren. Ebenfalls wird man mit dem noch stattlichen Vereinsvermögen und künftigen Mitgliederbeiträgen die hauswirtschaftlichen Leistungen subventionieren. So bleibe der Solidaritätsgedanke des Vereins bestehen, sagte Präsidentin Vreni Ellenbroek. Die Tarife selber werden aber von der neuen Organisation festgelegt.

Standort Landschlacht bleibt

Die Mitglieder stellten die Fusion zur grösseren Organisation mit keiner Frage in Zweifel, interessierten sich aber dennoch für viele Details. Der Standort in Landschlacht bleibe erhalten, sagte Thomas Leu, der Bottighofer Gemeindevertreter, und versicherte den Anwesenden: «Für Sie ändert sich eigentlich nichts.»

Damit die Spitex Region Kreuzlingen nächstes Jahr problemlos ihren Betrieb aufnehmen kann, brauche sie auch Geld, sagte Ellenbroek. Das Startkapital von 500 000 Franken muss eigentlich nach Einwohnerzahl von den neuen Gemeinden eingeschossen werden. Die Spitex am See werde aber den Betrag von 157 891 Franken für die gut 11 000 Bewohner ihrer sechs Gemeinden als Darlehen leisten.

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