Die Signalbrücke kehrt zurück

ROMANSHORN. Das Locorama Romanshorn wird um ein Attraktion reicher: Der Wiederaufbau der Signalbrücke ist beschlossene Sache. Vor kurzem wurden sechs Betonfundamente auf dem Areal gegossen.

Rudolf Käser
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Das Fundament steht: Bernhard Berger, Vizepräsident des Vereins zur Rettung der Signalbrücke, im Locorama Romanshorn. (Bild: Rudolf Käser)

Das Fundament steht: Bernhard Berger, Vizepräsident des Vereins zur Rettung der Signalbrücke, im Locorama Romanshorn. (Bild: Rudolf Käser)

Im Jahr 1913 wurde die für den Bahnverkehr bedeutungsvolle Signalbrücke in Betrieb genommen. 90 Jahre war sie im Einsatz, bevor sie anlässlich des Bahnhofumbaus abgebrochen wurde. Seitdem lagerten die Einzelteile auf dem Bahnhofgelände. Der Verein zur Rettung der Signalbrücke hat in intensiven Bemühungen dafür gesorgt, das nun der Weg für den Wiederaufbau geebnet ist. Vergangene Woche wurden sechs Betonfundamente gegossen, auf denen die Brücke in Zukunft stehen soll.

27 000 Franken Budget

Vereinsvizepräsident Bernhard Berger ist glücklich, dass die erforderlichen Bewilligungen und auch die notwendigen Finanzen gesichert sind. Das Betongiessen der Brückenfundamente bedeutet ein wesentlicher Meilenstein für den Wiederaufbau. Wenn alles nach Plan verläuft, soll im Mai 2013, aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums der erstmaligen Inbetriebnahme der Signalbrücke, ein Fest zur Wiedereröffnung stattfinden.

Mittlerweile seien die Kosten mit 27 000 Franken errechnet worden, sagt Berger. Zwei Drittel daran würden durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder beigesteuert. Ein Drittel an die Kosten von Material, Transport und Miete bringe der Verein in Form von Mitgliederbeiträgen sowie im weiteren durch Gönnerinnen und Gönner, Denkmalschutz und Gemeinde auf.

Absolutes Unikat

Während 90 Jahren versorgte die Signalanlage den bahntechnisch wichtigen Dienst des intensiven Romanshorner Bahnverkehrs. «Die Signalbrücke war die einzige Signalisierung für die Ein- und Ausfahrten der Züge von und nach Frauenfeld, Kreuzlingen, Rorschach und St. Gallen», erklärt Berger.

Wenn die Anlage wieder aufgestellt sei, werde nur ein Teil der Signalbrücke wieder funktionstüchtig gemacht, allerdings nicht für die Regelung des heutigen Bahnverkehrs.

Wichtig sei dem Verein die Bedeutung der historischen Anlage. «Sie wird die einzige Signalbrücke dieser Art sein, welche es in der Schweiz noch gibt.» Berger erhofft sich mit diesem schweizweiten Unikat auch eine weitere Attraktivitätssteigerung für das Locorama in Romanshorn.

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