Die Siegerinnen spielen Cello

BISCHOFSZELL. Der Jugendmusikwettbewerb im Rahmen der Rosen- und Kulturwoche führte junge Talente aus dem In- und Ausland nach Bischofszell. Die Schweizerinnen Anna Abbühl und Chiara Endele überzeugten die Jury am meisten.

Erwin Schönenberger
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Gewannen den Wettbewerb: Anna Abbühl aus Basel und Chiara Endele aus Zürich hinterliessen den besten Eindruck. (Bilder: Erwin Schönenberger)

Gewannen den Wettbewerb: Anna Abbühl aus Basel und Chiara Endele aus Zürich hinterliessen den besten Eindruck. (Bilder: Erwin Schönenberger)

Zu verdanken war der hochstehende Anlass vor allem der Zusammenarbeit der beiden in Bischofszell wohnhaften Musiker Madalina Slav und Alexander Scherbakov mit dem OK der Rosen- und Kulturwoche. Aus allen Anmeldungen hatte die Jury anhand der eingereichten Unterlagen mit CD/DVD 18 Musikerinnen und Musiker für die Teilnahme am Halbfinal im Bürgersaal des Rathauses ausgewählt.

Bach und ein freies Werk

Bei ihrem Halbfinalauftritt hatten die Teilnehmer je ein Werk von Johann Sebastian Bach sowie ein frei gewähltes Stück vorzutragen. Es war erstaunlich, welch grosses Können im technischen und musikalischen Bereich geboten wurde. Da fiel es der Jury unter der Leitung von Madalina Slav nicht leicht zu entscheiden, wer am Mittwochabend am Final teilnehmen durfte. Die Zuhörer waren schon hier von der Qualität begeistert, durften dies aber leider nicht mit Applaus kundtun. So war man gespannt, welche der in zwei Altersgruppen aufgeteilten Talente man in der Johanneskirche nochmals hören würde.

Auswendig vorgetragen

Je fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorie A (10 bis 16 Jahre) und der Kategorie B (17 bis 22 Jahre) durften ihr Können am Abend nochmals zeigen. Dass unter den Älteren auch mindestens einer mit Konzertdiplom figurierte, zeigte, welch hohen Stellenwert der Wettbewerb hatte. Mit der zehnjährigen Ria Perger aus Zihlschlacht war erfreulicherweise auch eine einheimische Violinistin im Final mit dabei.

Die Musikalität, verbunden mit exzellenter Technik, begeisterte die Zuhörer. Alle Akteure trugen die grossen Werke mit den vielen schnellen Läufen und den melodiösen ruhigen Teilen auswendig vor. Die Besucher hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Favoriten zu wählen, und diese Bewertung wich erheblich von jener der Jury ab. Den Publikumspreis gewannen Amalia Delitroz (Kat. A) und Anne-Sophie Bereuter (Kat. B). Aufgelockert wurde der Anlass von Vorführungen der Schule für Tanz und Bewegung St. Gallen.

Nach dem ziemlich langen, aber niemals langweiligem Konzert wartete man auf den Entscheid der Jury, der erst bekanntgegeben wurde, als schon ein grosser Teil des Publikums die Kirche verlassen hatte. Dann erlebte man die Freude oder auch Enttäuschung der jungen Talente, als die Preise übergeben wurden.

Legende mag (Bild:)

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