Die Schule wechselt das System

Die Sekundarschule Erlen entwickelt sich weiter. Im nächsten Schuljahr sollen Lernumgebungen eingerichtet werden. Wie das funktioniert, erfuhren rund 120 Personen an einer Informationsveranstaltung.

Hannelore Bruderer
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Für die Realisierung von Lernumgebungen müssen die Schulzimmer im Sekundarschulhaus Erlen umgebaut werden. (Bild: Hannelore Bruderer)

Für die Realisierung von Lernumgebungen müssen die Schulzimmer im Sekundarschulhaus Erlen umgebaut werden. (Bild: Hannelore Bruderer)

ERLEN. Im Anschluss an die Ausführungen von Schul- und Projektleiter Markus Wiedmer zu den neuen Lernumgebungen an der Sekundarschule Erlen fand eine Diskussionsrunde statt. Zwar äusserten einige der Anwesenden ihre Bedenken, ernsthafte Kritik am neuen System blieb jedoch aus.

Individuelles Coaching

Wissen wollten die Anwesenden, ob so viele Schüler in einem so grossen Raum überhaupt konzentriert lernen könnten und ob einzelne, die etwas mehr Betreuung brauchten, nicht untergehen würden. «Anders als im heutigen Lernraum, befinden sich in der Lernumgebung selten alle Schüler gleichzeitig, da Teile von ihnen immer auch in den Input-Räumen unterrichtet werden oder Gruppenarbeiten nachgehen», erklärte Markus Wiedmer. Neugeschaffen würden zudem Zeitfenster für ein individuelles Coaching durch die Lehrpersonen.

Eine Mutter beschäftigte das Leistungsniveau für den Übertritt in weiterführende Schulen. Sandra Bachmann vom Amt für Volksschule verwies in diesem Zusammenhang auf den Auftrag des Kantons, der für alle Schulen gleich sei, egal mit welchem Modell sie arbeiteten. Von Schulen, die schon seit längerem ähnliche Modelle anwendeten, lägen gute Resultate vor. «Ein Vorteil beim Unterrichten in Lernumgebungen ist, dass individuell auf einzelne Schüler eingegangen werden kann», sagte sie. «Es stellt aber hohe Ansprüche an die Schüler, da sie ihren Stoff selber strukturieren müssen.» Anspruchsvoll ist es auch für die Lehrpersonen. In den Lernumgebungen arbeiten sie stärker im Team. Klassenlehrer als Bezugsperson für die Schüler gäbe es aber auch weiterhin, bestätigte der Schulleiter.

Fixe Blockzeiten

Positiv aufgenommen wurden die angekündigten Änderungen bei den Stundenplänen. Sie sehen fixe Blockzeiten vor. Alle Schüler sind den ganzen Vormittag sowie, ausser mittwochs, jeden Nachmittag bis 15 Uhr in der Schule. Fragen zu den baulichen Massnahmen im Sekundarschulhaus, welche durch die Umstellung nötig werden, blieben aus. Vorausgesetzt, die Stimmbürger sagen an der Gemeindeversammlung vom 28. November Ja zu den Kosten, die mit 285 000 Franken veranschlagt sind, wird das Schulhaus in den Sommerferien umgebaut.

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