Die Schulbehörde ist sich sicher

ARBON. Bald entscheidet Arbon über das Schicksal des Ferienheims Rossfall. Spätestens am Freitag trifft bei allen Stimmbürgern die Abstimmungsbotschaft ein. Trotz der grossen Gegenwehr lässt sich die Schulbehörde nicht in Verlegenheit bringen.

Ralf Rüthemann
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Das Ferienheim Rossfall steht an einer schönen Lage auf Urnäscher Boden. Momentan wird es nicht rege benutzt. (Bild: Max Eichenberger)

Das Ferienheim Rossfall steht an einer schönen Lage auf Urnäscher Boden. Momentan wird es nicht rege benutzt. (Bild: Max Eichenberger)

Letzte Woche hat sich das «Nein-Komitee» in Sachen Verkauf Rossfall mit Plakaten und einer Webseite um ihre Interessen bemüht, diese Woche legt die Primarschulgemeinde Arbon die Fakten in der Abstimmungsbotschaft dar. Darin kommen beide Seiten zu Wort, sowohl die Schulgemeinde, als auch das Referendumskomitee. «Unsere Punkte stützen sich auf Abklärungen über eine lange Zeitspanne», sagt Primarschulpräsidentin Regina Hiller. «So hat sich mehrmals gezeigt, dass das Ferienheim Rossfall für uns als Eigentümer nicht mehr rentiert.»

«Jeder Vertrag ist kündbar»

Einige Richtigstellungen der Gerüchte sind Regina Hiller und Raphael Künzler, Mitglied in der Schulbehörde, wichtig: «Obwohl bei einem allfälligen Verkauf des Rossfalls die Primarschulgemeinde nicht mehr Eigentümer ist, können die Sommerlager für unsere Schüler weiterhin im Rossfall durchgeführt werden», erklärt Raphael Künzler. «Das Referendumskomitee hat aber den Glauben verbreitet, dass im Kaufvertrag dieses Recht auf drei Jahre festgelegt ist. Diese drei Jahre betreffen jedoch lediglich den Kündigungsschutz», sagt Raphael Künzler. Danach wird sich der Vertrag automatisch immer wieder verlängern. Die Kündigungsfrist beträgt dann ein halbes Jahr. «Es gibt gar keinen Vertrag, der nicht kündbar ist», ergänzt Regina Hiller.

Ein weiterer Punkt im Kaufvertrag soll das limitierte Vorkaufsrecht regeln. Dieses Recht ermöglicht es der Primarschulgemeinde, den Rossfall bei einem Weiterverkauf des jetzigen Erwerbers wieder für sich zu gewinnen. «Mit dem limitierten Vorkaufsrecht könnten wir den Rossfall für 200 000 Franken und die wertvermehrenden Kosten wieder kaufen», erklärt Regina Hiller. Wir hoffen aber natürlich nicht, dass der jetzige Käufer, Manfred Meyer, das Ferienheim sofort wieder weitergeben will.»

Begehung für Stimmbürger

Nebst den Grundlagen in der Abstimmungsbotschaft erläutert die Schulgemeinde und das Referendumskomitee ihre Punkte an der Informationsveranstaltung am 4. September in der Schulanlage Bergli. Am Samstag, 7. September bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, von 10 bis 12 Uhr den Rossfall zu besichtigen. «So erhalten die Stimmbürger einen tieferen Einblick in das ganze Geschäft», sagt Regina Hiller.

Raphael Künzler, Mitglied der Schulbehörde Arbon. (Bild: rar)

Raphael Künzler, Mitglied der Schulbehörde Arbon. (Bild: rar)

Regina Hiller, Präsidentin der Primarschulgemeinde Arbon. (Bild: rar)

Regina Hiller, Präsidentin der Primarschulgemeinde Arbon. (Bild: rar)