Die schönsten Seiten von Bottighofen

Die Gemeinde Bottighofen sucht einen Filmemacher. Er soll einen Image-Film übers Dorf produzieren. Am liebsten wäre es dem Gemeindeammann, wenn es ein Einheimischer wäre.

Michèle Vaterlaus
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Urs Siegfried, Gemeindeammann von Bottighofen, vor dem Mühlrad in seinem Dorf bei der unteren Mühle. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Urs Siegfried, Gemeindeammann von Bottighofen, vor dem Mühlrad in seinem Dorf bei der unteren Mühle. (Bild: Michèle Vaterlaus)

BOTTIGHOFEN. Die Idee eines Werbe- oder Imagefilms kursiert im Gemeinderat von Bottighofen schon länger. Nun hat er in den Bottighofer Nachrichten einen Aufruf gestartet: Wer Interesse hat, das Dorf von seiner schönsten Seite in einem Film zu zeigen, soll sich bis am 30. November beim Gemeindeschreiber melden.

Ursprung war eine Anfrage der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt (SBS). «Das Unternehmen dreht einen Image-Film. Darin sollen eventuell auch Sequenzen von den Landestellen vorkommen, auch von Bottighofen», erklärt Gemeindeammann Urs Siegfried. Das zuständige Basler Filmunternehmen habe die Gemeinde angefragt, ob sie nicht gleich einen eigenen Film realisieren wolle. «Grundsätzlich sind wir nicht abgeneigt. Aber bevor wir Basler damit beauftragen, suchen wir erst einmal vor Ort», sagt er. «Vielleicht gibt es in Bottighofen einen Hobbyfilmer, der sich gerne diesem Projekt annehmen würde.»

Nicht mehr als zehn Minuten

Einiges ist deshalb noch offen. Es sei nicht einmal definitiv, ob überhaupt ein Film entsteht und wie viel dieser kosten darf. Ein Image-Film hätte aber Vorteile, findet Siegfried. «An Veranstaltungen müssen wir unsere Gemeinde vorstellen. Das machen wir in der Regel mit Power-Point-Präsentationen», sagt er. «Ein Film würde diese erübrigen.» Wobei er sich bewusst ist, dass ein filmisches Porträt nicht gleich funktioniert wie die Präsentation. «Zahlen wie Einwohnerzahlen sind in einem Film nicht spannend.»

Vorstellungen, wie der Film aussehen soll, hat der Gemeindeammann noch nicht. Nur so viel: Er darf nicht mehr als zehn Minuten dauern. Gezeigt werden sollte die Geschichte von Bottighofen. Ein Schwerpunkt sollten beispielsweise die vielen Mühlen sein, die es dort gab. Die Badi, der Hafen und Aussichtspunkte sollten auch ihren Platz bekommen.

Siegfried weiss, was er nicht will: «Gewerbe soll nicht vorgestellt werden. So etwas hat beispielsweise Ermatingen gemacht.» Es sei schwierig zu entscheiden, welche Gewerbler sich vorstellen dürfen. Vermeiden will er auch, dass wenn der Film online geschaltet wird, dieser alle vier Sekunden stockt und nachladen muss. «Das ist Konstanz passiert. So etwas will doch niemand mehr anschauen.»

Noch Sitzung abwarten

Bis am 30. November können sich Interessierte bei der Gemeinde melden. Im Dezember hat der Gemeinderat ein Gespräch mit der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt. «Dann klären wir, ob es überhaupt Sequenzen in ihrem Werbefilm von den Landestellen gibt, welche Dörfer und Städte mitmachen und ob wir uns finanziell beteiligen müssen», sagt Siegfried. Danach erst entscheidet sich, ob Bottighofen nun einen eigenen Image-Film bekommt.

Wer Interesse daran hat, einen Image-Film für Bottighofen zu produzieren, kann sich bis am 30. November bei Niklaus Bischof, Gemeindeschreiber, melden unter gemeindeschreiber@bottighofen.ch oder unter 071 686 70 90.

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