Die Rundumbetreuung startet

KREUZLINGEN. Morgen startet im Schülerhort Bernegg das Pilotprojekt «Schule mit Tagesstrukturen». Es wurde von der Stadt und der Schule Kreuzlingen sowie vom Verein Kreuzlinger Kinderkrippen lanciert und dauert vorerst bis Ende Juli 2016.

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Im Hort Bernegg im Stefanshaus startet nach den Herbstferien der Versuchsbetrieb der Schule mit Tagesstrukturen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Im Hort Bernegg im Stefanshaus startet nach den Herbstferien der Versuchsbetrieb der Schule mit Tagesstrukturen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Jetzt geht es endlich los mit dem Pilot. Wie die Stadt Kreuzlingen gestern in einer Mitteilung schrieb, startet im Schülerhort Bernegg am 1. Oktober das Projekt Schule mit Tagesstrukturen. Bis anhin kümmert sich der Verein Kreuzlinger Kinderkrippe (VKK) um die familienergänzende Betreuung der Kreuzlinger Schulkinder.

Der Verein betreibt seit über 20 Jahren insgesamt vier Horte an den Schulstandorten Bernegg, Bachweg, Schreiber und Seetal. Die Leistungen haben der VKK, die Primarschulgemeinde und die Stadt Kreuzlingen in einer entsprechenden Vereinbarung geregelt. Weil sich in den vergangenen Jahren die Ansprüche an die ausserfamiliären Betreuungsangebote stark verändert hätten, seien das heutige Angebot, die Struktur- und Organisationsform überarbeitet worden, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Schule übernimmt

Stadt, Schule und VKK beabsichtigen nun, die Trägerschaft für die Horte künftig in den Verantwortungsbereich der Schule zu überführen. Einerseits sollen damit Synergien mit dem Schulbetrieb verbessert werden, und anderseits soll durch ein neues modulares Tarifsystem die soziale Durchmischung der Schulkinder gewährleistet werden. Durch die Überführung der Verantwortung an eine öffentliche Körperschaft soll für die Eltern eine zuverlässige, langzeitige Planungssicherheit geschaffen werden.

Neues modulares Tarifsystem

Mittelfristig ist vorgesehen, das Betreuungsangebot dem Bedarf anzupassen und insbesondere für ältere Kinder attraktiver zu gestalten. Vor der definitiven Umsetzung wird das neue Konzept vom 1. Oktober 2015 bis zum 31. Juli 2016 während eines Pilotprojekts im Hort Bernegg getestet. Damit verbunden ist auch ein neues modulares Tarifsystem, das versuchsweise während der Pilotphase in allen vier Horten getestet wird. Die Testphase soll zum einen aufzeigen, wie der neue Tarif und die damit verbundenen Betreuungsmodule dem Bedarf der Familien entsprechen und ob sich dadurch die Nachfrage nach Hortplätzen erhöht.

Zum anderen möchte man die positiven Aspekte der Führung der Horte durch die Schule aufzeigen und die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit mit ausserschulischen Partnern eröffnen, auswerten.

Abstimmungen im Frühling

Auf der Grundlage dieser Erfahrungen wird die Überführung der Horte in die Verantwortung der Schule vorbereitet. Die Botschaft für die Übernahme des Hortbetriebes durch die Schule und die neuen Beiträge an die Schule mit Tagesstrukturen soll im ersten Halbjahr 2016 sowohl in der Schulgemeinde als auch in der Politischen Gemeinde vors Volk zur Abstimmung gebracht werden. (red.)