Die Rosenstadt im Thurgau ist bereit

BISCHOFSZELL. Morgen Samstag beginnt die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche. Sie dauert bis 28. Juni und steht unter dem Motto «Sag's mit Rosen». Auch für die 14. Auflage der Veranstaltung zeichnet ein von Bernhard Bischof präsidiertes OK verantwortlich.

Georg Stelzner
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Bernhard Bischof, OK-Präsident der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche, im Schlossgraben: Die Rosen an der Stadtmauer sind eine Spende der Rosen-Union aus dem deutschen Rosendorf Steinfurth, das zur Stadt Bad Nauheim gehört. (Bild: Georg Stelzner)

Bernhard Bischof, OK-Präsident der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche, im Schlossgraben: Die Rosen an der Stadtmauer sind eine Spende der Rosen-Union aus dem deutschen Rosendorf Steinfurth, das zur Stadt Bad Nauheim gehört. (Bild: Georg Stelzner)

«Meine Begeisterung für die Rosen- und Kulturwoche ist ungebrochen», sagt Bernhard Bischof, und wer das Leuchten in seinen Augen sieht, glaubt ihm aufs Wort. Die Vorbereitung des neuntägigen Anlasses, der jeweils Zehntausende Besucher aus dem In- und Ausland nach Bischofszell lockt, beschäftigt den OK-Präsidenten das ganze Jahr über. Schon heute hat er neue Ideen für die Austragung im Jahr 2016. Die Zahl derer, die der Faszination der Rosen erliegen, soll kontinuierlich wachsen. Dazu möchten Bischof und das OK beitragen.

Hoffen auf Wetterglück

Die Aufbauarbeiten in der Altstadt konnten zu Wochenbeginn bei guten äusseren Bedingungen in Angriff genommen werden. Nicht zuletzt deshalb, weil das Unwetter vom letzten Sonntag in Bischofszell kaum Spuren hinterlassen hat. Laut Bischof wird das Publikum die Königin der Blumen in 45 Rosengärten und Gestaltungen bewundern können. Ausser Gärtnereien und Gartenbaufirmen hätten sich auch Institutionen und Kunstschaffende daran beteiligt.

Das OK hat alles in seiner Macht Stehende getan, um eine erfolgreiche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Nun hofft man, dass auch Petrus mitspielen wird. Das Wetter ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg dieses Events, es kann aber nicht beeinflusst werden. Am schlimmsten, so Bischof, wäre Hagel, aber auch extreme Hitze täte den Rosen nicht gut. Damit sie sich möglichst vorteilhaft präsentieren, werden sie regelmässig bewässert, entweder von den Gestaltern selbst oder vom Bischofszeller Stadtgärtner.

Internationales Rosenseminar

Das diesjährige Motto der Rosen- und Kulturwoche, «Sag's mit Rosen», müsse eigentlich gar nicht erklärt werden, findet Bischof. Es spreche für sich. «Diese Blume wird mit Liebe, Emotion und Leidenschaft in Verbindung gebracht, und dieses Gefühl wollen wir den Besuchern vermitteln», erklärt der OK-Präsident.

Anders als in Vorjahren kommt es heuer zu keiner Einweihung eines permanenten öffentlichen Rosengartens. «Das heisst nicht, dass es in Zukunft keine neuen geben wird», betont Bischof. Man dürfe jedoch nichts erzwingen. Die Realisierung einer neuen Anlage solle eine Herzensangelegenheit sein.

Gleich zum Auftakt steht morgen Samstag ein Höhepunkt auf dem Programm. Erstmals wird das Internationale Rosenseminar in Bischofszell durchgeführt. Rund 100 Fachleute treffen sich im evangelischen Kirchenzentrum zum Gedankenaustausch und zu Vorträgen. An gleicher Stelle hält am nächsten Sonntag die Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde ihre Jahrestagung ab. Dass diese beiden wichtigen Anlässe in Bischofszell über die Bühne gehen, zeigt nach Ansicht Bernhard Bischofs den mittlerweile hohen Stellenwert der Rosenstadt im Thurgau.

Die Eröffnungsfeier findet am 20. Juni ab 10 Uhr vor dem Rathaus statt. Umrahmt wird sie von der Stadtmusik Bischofszell unter der Leitung von Roger Ender. Der Erwerb einer Plakette zum Preis von zehn Franken berechtigt zur Besichtigung der Rosenschau und zum Besuch aller kulturellen Veranstaltungen.